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Zustand der Tierschutz- und Tierrechtsbewegung

04.11.200508:29 UhrVereine & Verbände
Bild: Zustand der Tierschutz- und Tierrechtsbewegung
Arbeitskreis Tierrechte & Ethik - A.K.T.E.
Arbeitskreis Tierrechte & Ethik - A.K.T.E.

(openPR) Liebe Tierfreunde, Tierschützer und Tierrechtler/innen,

die versehentliche Weiterleitung einer internen Mail durch eine Mitarbeiterin von A.K.T.E. hat anscheinend etliche Tierschützer und Tierrechtler/innen zum Nachdenken über die Situation gebracht, in der sich der Tierschutz und die Tierrechtsbewegung heute befinden. Diese interne Mail wurde mittels Verteiler an viele Adressaten gesendet, und diese haben sie wiederum weitergeleitet. Ich möchte mich als Leiter von A.K.T.E. zuerst einmal dafür entschuldigen, dass es zu dieser versehentlichen Weiterleitung gekommen ist, und Ihre Mailbox - bei der Menge der täglich eingehenden Infos - damit auch noch zusätzlich gefüllt wurde.



Es ist klar, dass das, was ich an die Mitarbeiter/innen von A.K.T.E. geschrieben habe, nicht seinen Wahrheitsgehalt verliert, wenn es auch andere Tierfreunde, Tierschützer und Tierrechtler/innen lesen. Ich brauche also nichts zu revidieren! Viel habe ich ja ohnehin nicht geschrieben, aber manchmal bewegen wenige Worte mehr als eine lange Rede.

Ich wurde von etlichen Tierfreunden, Tierschützern und Tierrechtlern/innen persönlich angeschrieben, und Kommentare, die sich auf diese Mail bezogen, wurden an mich auch weitergeleitet. Meine interne A.K.T.E.-Mail hat vielfältige Reaktionen und Emotionen ausgelöst - positive wie auch negative. Aus den verschiedenen Schreiben war aber etwas ganz deutlich herauszulesen - einerseits die Frustration über den heutigen Zustand der Tierschutz- und Tierrechtsbewegung und andererseits der Wunsch, dass es endlich wieder vorwärts geht, der Wunsch zu mehr Geschlossenheit, zur mehr Zusammenarbeit und der Wunsch zu mehr Frieden zwischen den verschiedenen Gruppierungen innerhalb der Tierschutz- und Tierrechtsbewegung.

Wir leben in schwierigen Zeiten. Politikverdrossenheit, Arbeitslosigkeit, wirtschaftliche Stagnation, Zukunftsängste, Sinnenkrise. Viele Menschen sind mit persönlichen, existenziellen Problemen beschäftigt. Der geistige Freiraum, um über das Wohlergehen unsere tierlichen Mitlebewesen nachzudenken, ist kleiner geworden.

Der Tierschutz und die Tierrechtsbewegung haben an Bewegung verloren. Das, was sich nicht mehr bewegt, kann aber auch andere nicht bewegen, kann nur ganz wenig oder überhaupt nichts mehr bewegen. Anstatt sich zu bewegen, wie es sich für eine Bewegung gehört - vor allem auf das Ziel hin, aber auch in Richtung Gemeinsamkeit, Geschlossenheit und Käftebündelung - herrscht Bewegungslosigkeit. Das eigentliche Ziel wurde aus den Augen verloren, weil auf "Nebenkampfplätzen" gefochten wird, weil dort wertvolle Zeit und Energien verschwendet werden. Zuweilen ist sogar ein Rückschritt auszumachen.

Das alles vor dem Hintergrund, dass da draußen das Ausbeuten, Foltern und Morden unentwegt weitergeht - Tag für Tag. Das alles vor dem Hintergrund, dass die Schreie aus Millionen Münder ungehört verhallen, und dass Millionen flehentliche Blicke nicht gesehen werden. Das ist ein scheußlicher, frustrierender Gedanke!

Natürlich sind nach der anfänglichen Euphorie "Tierschutz im Grundgesetz" und der nachfolgenden Erkenntnis, dass geschriebene Worte oft leere Worte sind, die Kräfte erlahmt. Natürlich ist nach dem großen Erfolg in der Legehennenhaltung und der nun bevorstehenden Rücknahme dieser Verordnung mit einem einzigen Federstrich durch unsere neue Regierung der Mut müde geworden. Natürlich haben die destruktiven Kräfte innerhalb der Tierschutz- und Tierrechtsbewegung Verbitterung, Unfrieden und Misstrauen gesät. Und natürlich ist das "Auf-der-Stelle-treten" alles andere als motivierend.

Wir könnten sagen: Gut, so ist es eben, wir können das nicht ändern. Aber wollen wir uns tatsächlich davon abhalten lassen, einen Neubeginn zu wagen - einen Neubeginn ohne kontraproduktive Selbstisolation, ohne Vereinsmeierei, ohne Kräfte aufreibende Streitereien, ohne elitäres Denken? Ist es nicht an der Zeit, sich wieder zu bewegen, aufeinander zuzugehen, um dort zusammenzuarbeiten, wo Zusammenarbeit möglich ist? Ist es auch nicht notwendig, die engen nationalen Grenzen zu überschreiten, global zu denken, da wir in einer Zeit leben, in der sich die Tierausbeutung längst globalisiert hat?

Die Frage, ob ein Neuanfang überhaupt notwendig ist, muss sich jeder selbst beantworten. Die Frage, was uns ein Neuanfang einbringt, beantworte ich Ihnen gerne: Im schlechtesten Falle NICHTS ... alles bleibt so wie es ist. Aber mit gutem Willen und etwas Glück erreichen wir, dass Aufbruchsstimmung entsteht, und dass es weitergeht. Dieses Risiko sollten wir eingehen!

Es gäbe so viele Möglichkeiten für eine konstruktive Zusammenarbeit von Einzelpersonen, Gruppen, Vereinen und Verbänden, auch wenn die Grundsatzpositionen sich nicht decken. Pluralismus ist für die Bewegung wichtig. Es wird auch keine Mammut-Hochzeit eingefordert. Aber "getrennt marschieren, und gemeinsam schlagen" - das wäre jetzt der notwendige Schritt, um endlich wieder Bewegung in die Bewegung zu bringen. Und dabei würde niemand verlieren - weder sein Gesicht noch seine Selbstständigkeit und Unabhängigkeit. Die Tiere könnten aber die Gewinner sein. Der Gewinn wäre ein besseres Leben, vielleicht sogar ein Überleben. Wer weiß?

Viele Tierschützer und Tierrechtler/innen, mit denen ich mich in den vergangenen Monaten unterhalten habe, sprachen mir geradezu aus der Seele; sie sprachen mit einem wehmütigen Blick in den Augen von einem Neubeginn, der stattfinden müsse, wenn es erfolgreich weitergehen soll.

Ich hätte Ihnen all dies nicht geschrieben, wenn die Reaktionen auf diese interne und versehentlich weitergeleitete A.K.T.E -Mail nicht so deutlich ausgefallen wären. Ein Silberstreif am Horizont? Hhhmmm .... ich weiß es nicht. Manchmal gibt es seltsame Zufälle im Leben, die es notwendig machen, zu reagieren. Vielleicht ist das so ein Zufall. Ich hätte auch schweigen können - denn vielleicht werden diejenigen, denen das, was ich gesagt habe, nicht passt, mich als "Rufer in der Wüste" lächerlich machen - aber ich gehe dieses Risiko ein. Denn manchmal gibt es eben seltsame Zufälle im Leben ... und es geht um die Tiere.

Ich bitte Sie, liebe Tierfreunde, Tierschützer und Tierrechtler/innen, lasst uns zusammen über eine Neuorientierung nachdenken. Lasst uns einen Neubeginn wagen - um der Tiere Willen. Es ist höchste Zeit dafür, um dem, was unter der neuen Regierung auf uns und vor allem auf die Millionen von Tiere zukommen wird, mit vereinten Kräften paroli zu bieten.

Wie dieser Neubeginn aussehen könnte ... hhmmm ... darüber sollten wir gemeinsam - alle Tierfreunde, Tierschützer und Tierrechtler/innen - uns einmal Gedanken machen. Die Mitarbeiter/innen von A.K.T.E. und ich stehen jedenfalls dafür zur Verfügung und wir würden uns freuen, mit Ihnen einmal darüber zu reden.

Seien Sie gegrüßt und umarmt

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