(openPR) LEIPZIG. (Ceto) Der Abwärtskurs bei WTI und Brent setzt sich weiter fort. Amerikanisches Leichtöl (WTI) verliert mehr als zwei Dollar zu gestern Nachmittag und notiert derzeit bei 90,63 je Barrel, das Nordseeöl (Brent) ist um 1,20 Dollar preiswerter zu erstehen, nämlich für 109,71 Dollar.
Als Grund für den starken Preisverfall beim West Texas Intermediate geben Analysten den dritten Anstieg der Ölreserven in Folge an. Die weiterhin geringe Nachfrage wird aller Voraussicht nach in den nächsten zwei Quartalen auch nicht steigen.
Ebenfalls belastet werden die Notierungen durch negative Äußerungen des Präsidenten der Philadelphia Fed, Charles Plosser. Der glaubt nicht an einen Erfolg der jüngst beschlossenen expansiven Maßnahmen in den USA und sieht darin mehr Risiken als Nutzen.
Der weltgrößte Ölproduzent, Russland, befindet sich gegenwärtig in Gesprächen mit der Organisation der erdölexportierenden Länder (OPEC). Das Ziel dieser Annäherung soll ein stabiler, vorhersagbarer Ölmarkt und eine ebenso stabile globale Wirtschaft sein. In Anbetracht des von den Saudis (auf Rang zwei der Ölproduzenten) genannten Ziels, den Preis pro Barrel bei 100 Dollar zu festigen, könnte diese Entwicklung für den Verbraucher positiv sein.
Der Euro startet, wie Rohöl auch, deutlich schwächer in den Morgen. Weil sowohl die Währung als auch das Ausgangsprodukt im Gleichschritt nach unten marschieren, geschieht beim Heizölpreis nicht viel. Allenfalls kleine Abschläge sind möglich.
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