(openPR) Alzey, 21. September 2012 – Am 25. September findet der Tag der Zahngesundheit statt. Doch leider kann es sich längst nicht jeder leisten, etwas für seine Zahngesundheit zu tun. Eine Teilschuld daran gibt Dr. Friedhelm Bürger, Chef der Zahnarztpraxis Dr. Bürger & Partner in Alzey, den gesetzlichen Krankenkassen, die verhindern, dass jeder Mensch genügend Vorsorge betreibt. „Sinnvoll wäre es, die Praxisgebühr sofort abzuschaffen und wenigstens die Kosten für Zahnsteinentfernung wieder mehrmals im Jahr zu erstatten“, fordert Bürger. In der Bundesrepublik Deutschland wurden zum 1. Januar 2004 die Kassenrichtlinien zur Zahnsteinentfernung verschärft. Seitdem erstatten die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten für die Zahnsteinentfernung nur maximal einmal je Kalenderjahr.
Dabei wäre bei einem Großteil der Bevölkerung eine regelmäßigere Reinigung nötig, denn: „Ein sauberer Zahn wird selten krank“, so Dr. Bürger. Als minimale Prophylaxe sollte die Zahnsteinentfernung regelmäßig durchgeführt werden, um zu verhindern, dass sich poröse Zahnsteinablagerungen, Konkremente und ein Biofilm mit bakteriellem Zahnbelag (Plaque) bilden. Einer Parodontitis, die zu Erkrankungen von Zahnfleisch und Kieferknochen und letztendlich zum Verlust von Zähnen führt, könnte so in vielen Fällen vorgebeugt werden.
22 Milliarden Euro gehören den Bürgern
Was die gesetzlichen Krankenkassen machen, ist das Gegenteil von Prophylaxe, sagt der Zahnmediziner. Dabei seien deren Kassen mehr als voll. „Die Krankenkassen horten einen Überschuss im Gesundheitsfonds von 22 Milliarden Euro. Es wird höchste Zeit, dass sie das Geld, das den Bürgern gehört, diesen auch wieder zurückgeben.“ Zumindest die Praxisgebühr solle fallen, damit Menschen, die vorsorgen wollen oder zum Teil auch konkrete Beschwerden haben, sich ihren Arzt wieder leisten können, fordert der Mediziner. Alternativ, besser noch ergänzend, sollten die Kassen auch sinnvolle Therapien, wie etwa die professionelle Zahnreinigung neben der regelmäßigen Zahnsteinentfernung übernehmen. „Der Tag der Zahngesundheit wurde eingerichtet, um Menschen auf die Wichtigkeit der Mundhygiene aufmerksam zu machen und sie zu animieren, zum Arzt zu gehen. Die Krankenkassen zusammen mit der Politik konterkarieren das, indem sie konsequent immer weitere Hürden aufgebaut haben. Dieser Irrsinn muss ein Ende haben. Der Tag der Zahngesundheit könnte eine gute Gelegenheit für die Kassen sein, eine Umkehr einzuleiten.“




