(openPR) Stefanie Rieger gehört zu den wenigen Zahnärzten in Wiesbaden, die ältere und pflegebedürftige Menschen zu Hause oder im Heim versorgen.
Wiesbaden, 31.05.2012 – Der Zustand der Zähne älterer oder pflegebedürftiger Menschen ist häufig mangelhaft. Der Grund: Immer mehr Menschen werden sehr alt, womit sich unweigerlich auch die Anzahl der pflegebedürftigen Personen erhöht. Viele von ihnen können keinen Zahnarzt mehr aufsuchen. Oftmals sind sie zu schwach, um sich um die Mundhygiene zu kümmern mit fatalen Folgen – für sie selbst, aber auch für die Krankenkassen. Zähne, die über Jahrzehnte hinweg gepflegt wurden, gehen dann in Windeseile kaputt. Hier wäre es wünschenswert, so Stefanie Rieger, Zahnärztin in der Zahnarztpraxis Schöner Mund im Asklepios Gesundheitszentrum in Wiesbaden, dass die Prophylaxe bei Pflegebedürftigen stärker als bisher unterstützt würde. „Sinnvoll wäre eine vierteljährliche Zahnreinigung und Zahnsteinentfernung, um Infektionen und Zahnerkrankungen vorzubeugen. Die bisher von den Kassen übernommene Zahnsteinentfernung einmal pro Jahr genügt nicht.“
Stefanie Riegers Tätigkeitsbereiche sind die moderne Zahnerhaltung und Prothetik sowie die zahnmedizinische Betreuung von pflegebedürftigen und älteren Menschen zu Hause oder in Pflegeheimen. In der Alterszahnmedizin hat sie entsprechende Fortbildungen gemacht. „Für mich ist es wichtig, in meinem Beruf auch meinen christlichen Glauben zum Ausdruck zu bringen. Dazu gehört, den Menschen zu helfen, die von unserem Versorgungssystem unzureichend erreicht werden“, erklärt die Zahnärztin ihre Motivation für dieses Fachgebiet. Einmal pro Woche besucht sie Patienten in verschiedenen Pflegeheimen in Wiesbaden und daheim. Es handelt sich um alte und pflegebedürftige Menschen, die nicht mehr in der Lage sind, den Zahnarzt aufzusuchen. Mit diesen Hausbesuchen bildet Rieger bislang eher die Ausnahme unter den Zahnärzten. Ihre Aufgaben vor Ort bestehen in erster Linie in der Schmerzbehandlung und Wiederherstellung von Zahnersatz. Dass es Zahnärzte wie Stefanie Rieger, mit besonderer Spezialisierung auf ältere und pflegebedürftige Menschen, braucht und dies aufgrund des demografischen Wandels zukünftig in zunehmendem Maße der Fall sein wird, ist unbestritten.
Einfühlungsvermögen erforderlich
Zahnmedizinisch unterscheiden sich ältere Menschen nicht von anderen Patienten. Wesentliche Unterschiede liegen in anderen Bereichen, beispielsweise in der Belastbarkeit. Die Versorgung richtet sich daher nicht nur nach der zahnmedizinischen Indikation, sondern zusätzlich nach der motorischen Fähigkeit, der Ansprechbarkeit, dem Verstehen der geplanten Behandlung und nach den körperlichen Einschränkungen, erklärt Stefanie Rieger. Auch die Wechselwirkungen verschiedener Medikamente – ein älterer Mensch nimmt im Durchschnitt bis zu zehn verschiedene Medikamente ein – erfordert erhöhte Aufmerksamkeit. Besonderes Einfühlungsvermögen ist bei Menschen mit Demenz gefragt. Je nach Grad der Demenz ist eine zahnmedizinische Behandlung sehr schwierig und zeitaufwändig, weil die Mitarbeit der an Demenz erkrankten Menschen sehr eingeschränkt ist. Stefanie Rieger weiß, dass es bei dieser Patientengruppe ganz besonders wichtig ist, sich Zeit zu nehmen, Vertrauen aufzubauen und herauszufinden, was sie in der Lage sind zu leisten. Entscheidend für den Behandlungserfolg ist auch, dass eine Betreuung in gewohnter Umgebung stattfindet.








