(openPR) LEIPZIG. (Ceto) Nach den massiven Abschlägen der letzten Tage präsentieren sich die Ölpreise heute morgen mit konsolidierten Notierungen. WTI (West Texas Intermediate) verteuerte sich im Vergleich zu gestern um zwei Dollar je Barrel auf 93 Dollar, während sein europäisches Pendant, das Nordseeöl Brent, sogar drei Dollar zulegte und nun bei 110,25 Dollar notiert.
Analysten sprechen von einer Verschnaufpause und davon, dass sich der Markt nach dem unerklärlichen Absturz in der vergangenen Woche an einer Bodenbildung versuche. Bis auf einen Raffinieriebrand in Venezuela, bei dem die Förderung allerdings nicht beeinträchtigt wurde, der aber einen psychologischen Wert für die Händler hatte, gibt es zum Wochenende keine Neuigkeiten. Julian Jessop, ein Experte von Capital Economics, betrachtet den Markt langfristig und glaubt, dass der Preis für Brent spätestens im ersten Quartal 2013 korrigiert wird und deutlich unter 100 Dollar sinken wird. Vorausgesetzt, es kommt nicht zu einem militärischen Konflikt im Nahen Osten, welcher das Potenzial hätte, die Preise nach oben zu katapultieren.
Der Euro lässt sich im Augenblick nicht aus der Ruhe bringen und hält stoisch seinen Kurs knapp unter der 1,30-Dollar-Marke. Die Nachfrage im Binnenmarkt stieg aufgrund des niedrigen Preises und der nahenden Heizperiode zuletzt stark an, meldeten Heizölhändler. Wegen der Verteuerung des Ausgangsprodukts kommen Kaufinteressenten heute aber wohl nicht um einen deutlichen Preisanstieg herum.
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