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Warten auf die Bundesnetzagentur: Naked DSL verspricht Wachstum für den Breitbandmarkt und neue Geschäftsmodelle

02.11.200510:33 UhrMedien & Telekommunikation

(openPR) Düsseldorf/Bonn - Es war absolutes Neuland, das man in Deutschland vor rund fünf Jahren betrat und der öffentliche Rummel war enorm, als sich der französische Mischkonzern Vivendi entschloss, mit seiner Tochter Connex http://www.interconnex.info die Deutsche Bahn http://www.bahn.de auch im Fernverkehr anzugreifen. Erstmals musste sich die Bahn seither auf einer innerdeutschen Fernstrecke privater Konkurrenz stellen. Täglich pendelt von Gera über Berlin nach Rostock ein Connex-Zug auf einer Strecke, die die Bahn wegen Unwirtschaftlichkeit nicht mehr bedienen wollte. „Wir sind in eine Marktlücke gestoßen", erklärte damals Hans Leister, Geschäftsführer der Connex Verkehr GmbH im Interview mit der trend-Zeitschrift http://www.trend-zeitschrift.de. „Und damit kann man offensichtlich auch Geld verdienen." Mit rund 3000 Mitarbeitern in 33 Tochtergesellschaften und einem Umsatz von rund 250 Millionen Euro ist Connex das größte private Nahverkehrsunternehmen Deutschlands.


Connex hat den Frust vieler Fahrgäste und Politiker über die DB geschickt zu nutzen gewusst, um ihr neues Produkt zu präsentieren. Man wird nicht müde zu betonen, wie einfach der Fahrscheinkauf beim Wettbewerber der DB ist - eine unüberhörbare Anspielung auf die Buchungspflichten und den Tarifwust, den der Branchenführer seinen Kunden aufzwingt.

Dass man im Bahngeschäft aber noch lange nicht von tatsächlichem Wettbewerb sprechen kann, weiß Leister nur zu gut: „Der Bahn geht es prinzipiell darum, ihr de-facto-Monopol möglichst lange zu verteidigen“. Verhaltensweisen, die man auch aus anderen Bereichen kennt, die von Staatsbetrieben dominiert wurden oder werden. Für die Regulierung von Telekommunikation und Post wurde gar eine eigene Behörde geschaffen, kurz RegTP, die mittlerweile den serviceverdächtigen Titel Bundesnetzagentur http://www.bundesnetzagentur.de trägt. Doch auch hier tut man sich schwer. Der Telekommunikationsmarkt scheint zwar liberalisiert und auf den Wettbewerb ausgerichtet. Doch immer wieder sehen sich die vermeintlich kleinen Konkurrenten gezwungen, dem Marktführer Telekom und der Bundesnetzagentur Zugeständnisse abzutrotzen. Erst im August sorgte die Bonner Behörde auf Betreiben der Wettbewerber dafür, dass DSL-Angebote attraktiver werden: mit ihrer Entscheidung, gleich ein ganzes Bündel von Entgelten, die Telekommunikationsunternehmen für die Nutzung des Telefonnetzes der Deutschen Telekom zahlen müssen, zu senken. Damit, so Insider, wird eine deutliche Verschärfung des Wettbewerbs einhergehen. Die Nutzer von Breitbandangeboten wird es freuen, dürfte die Entscheidung doch zunächst für mehr Infrastrukturwettbewerb und somit zu günstigeren DSL-Anschlüssen führen.

Einen weiteren Schub für den TK-Markt erwarten Beobachter vom endgültigen Durchbruch der Internet-Telefonie. Doch auch in Sachen Voice over IP (VoIP) hinken die staatlichen Regulierungsinstanzen der realen Entwicklung hinterher. Eine entscheidende Barriere, um dem Wettbewerb den Weg zu ebnen, räumen sie noch nicht aus dem Weg. VoIP wird als eine geeignete Alternative zur gebräuchlichen Festnetz-Telefonie angesehen. Eine Entkoppelung des Internetzugangs vom Telefonanschluss, ob analog oder ISDN, das so genannte Naked DSL, wie es von vielen DSL-Anbietern als Grundlage für den Wettbewerb gefordert wird, hält man bei den Regulieren jedoch für unnötig. Gleichwohl wird die marktbeherrschende Stellung der Telekom damit bestätigt. Dabei gehen Branchenkenner davon aus, dass eine Entkoppelung ohne den zusätzlichen Kauf einer Telefonleitung den Anstoß zu weiterem Wachstum geben würde.

Omar Khorshed, Vorstandschef der acoreus AG http://www.acoreus.de in Düsseldorf, ist sich sicher: „Wenn die regulatorischen Rahmenbedingungen stimmen, das heißt, wenn ein so genanntes Naked DSL angeboten werden kann, eine entbündelte Vorleistung, die den Zugang ins Netz alleine über DSL ermöglicht und nicht wie bisher mit dem Kauf einer zusätzlichen Telefonleitung verbindet, kann man davon ausgehen, dass für die breitbandigen Anschlüsse und auch für die darauf basierenden VoIP-Angebote eine neue Phase rasanten Wachstums zu erwarten ist“, so Khorshed. Die Wettbewerber des Ex-Monopolisten sehen in der Kombination von DSL-Zugang und VoIP eine große Chance, Marktanteile zu gewinnen und neue Geschäftsmodelle zu erschließen. Das gelte zunächst gleichermaßen für Internet Service Provider (ISP) und für die klassischen TK-Anbieter, sagt Khorshed. Beim Abrechnungsdienstleister am Rhein rechnet man früher oder später mit der geforderten Entkoppelung und sieht neue Geschäftsmöglichkeiten. Auf die neuen Chancen, aber auch auf Betrugsrisiken will man daher vorbereitet sein. „Über die grundsätzliche Attraktivität eines solchen VoIP Angebots hinaus sind aber unter anderem umfassende Rechnungsstellung, Inter Carrier Billing, Portierung der Rufnummern von Festnetzen in die VoiP-Netze und eine rechtzeitige Betrugsprävention sehr wichtig. Daran sollte frühzeitig genug gedacht werden," fordert Khorshed.

Medienbüro.sohn
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