(openPR) Bei den Deutschen Meisterschaften wird die nationale Trampolin-Elite am 28. und 29. September in Stuttgart ihr Können unter Beweis stellen. Im Einzel und Synchron wird es in der SCHARRena um die Titel gehen.
Redaktion: Mit den Europameisterschaften im April und den Olympischen Spielen im August liegen die internationalen Höhepunkte hinter den Athleten und Trainern. Wie fällt Ihre bisherige sportliche Bilanz als Bundestrainer des Jahres 2012 aus?
Kuhn: Die EM war sicher insgesamt gesehen eine Enttäuschung. Vor allem, wenn man sie an den riesigen Erfolgen bei der EM 2010 misst (5 Medaillen, davon 2 goldene). Allerdings bildete diese Meisterschaft in der Jahresplanung der Olympiakandidaten keinen Höhepunkt, sondern einen zielführenden Vorbereitungswettkampf.
Mit den Plätzen 9 von Henrik Stehlik und 10 von Anna Dogonadze in London können wir sehr gut leben, wenn man den Verlauf des gesamten olympischen Zyklus betrachtet. Henrik hat sicher das Maximale herausgeholt und eine seiner besten Leistungen jemals abgerufen! Ein Finalplatz war bei den Männern im Prinzip nicht möglich. Im Frauenwettkampf hatten wir kleine Hoffnungen auf einen Finalplatz durch Anna. Trotz einer sehr schönen Leistung hat es am Ende um knappe sechs Zehntel nicht mehr gereicht. Dennoch haben beide, Henrik und Anna, Trampolin-Deutschland würdig vertreten und einen sympathischen und hochklassigen Eindruck hinterlassen!
Redaktion: Mit welchen Athletinnen und Athleten rechnen Sie im nächsten olympischen Zyklus (2013-2016)? Wer kann die Lücken, die Henrik Stehlik und Anna Dogonadze hinterlassen, füllen?
Kuhn: Aus regionaler Sicht könnten Leonie Adam (MTV Stuttgart) und Oliver Amann (TV Weingarten), die beide bei mir im Leistungszentrum Ruit trainieren, eine Rolle in der Qualifikation 2015 zu den Spielen in Rio spielen. Allerdings stehen vom potenziellen und aktuellen Leistungsvermögen die Kreuznacher Martin Gromowski und Kyrylo Sonn und bei den Frauen Jessica Simon im Fokus. Generell ist die Spitze bei den Männern breiter und es stehen noch zwei bis drei weitere, jüngere Athleten bereit, so dass es für Oliver Amann schwer wird, sich durchzusetzen.
Redaktion: Kommen wir zu den nationalen Meisterschaften. Wen zählen Sie hier 2012 zu den Favoriten?
Kuhn: Im Frauen Einzel können folgende Springerinnen ganz vorne landen: Jessica Simon, Carina Baumgärtner, Lara Hüninghake und Leonie Adam.
Im Einzel der Männer werden sicherlich Martin Gromowski und Kyrylo Sonn ein Wörtchen bei der Titelvergabe mitreden.
Im Synchron geht nach der Meldung von Michael Gromowski und Kyrylo Sonn an diesen beiden kein Weg vorbei. Ähnlich sieht es bei der Damenpaarung Anna Dogonadze und Jessica Simon aus. Aber auch die Silbermedaillengewinnerinnen aus dem vergangenen Jahr, Lara Hüninghake und Leonie Adam, sind zu beachten. Ich hoffe natürlich, dass alle ohne Verletzungen und Beeinträchtigungen antreten können.
Redaktion: Sind die Titelkämpfe in Stuttgart für Sie etwas Besonderes? Sie wohnen in Stuttgart, haben Ihre Trainerkarriere als Landestrainer in der Landeshauptstadt begonnen und sind Mitglied beim TV Mögglingen, das zwischen Stuttgart und Aalen liegt.
Kuhn: Ja, das sind besondere Titelkämpfe, da sie praktisch vor der Haustüre stattfinden und das Interesse im Freundes- und Bekanntenkreis speziell so knapp nach den Olympischen Spielen sehr groß ist. Noch besser hätte ich es allerdings empfunden, wenn wir mit dieser DM einen Vorgeschmack auf die WM 2014 hätten liefern können, die der DTB von der FIG übertragen bekommen hatte, zuletzt aber die Stadt Stuttgart mit einer möglichen Ausrichtung leider passen musste.
Weitere Informationen zur Trampolin-DM (Tickets, Zeitpläne...) unter www.trampolin-dm2012.de.












