(openPR) Berlin, 28. Juli 2003 - Spendenaufruf für die Opfer des Bürgerkriegs
In den letzten zehn Tagen hat es in Monrovia heftige Straßenkämpfe zwischen Rebellen und Regierungskräften gegeben. Das Rote Kreuz ist trotz der prekären Sicherheitslage weiterhin tätig. Um den Opfern des Bürgerkrieges zu helfen, ist das Rote Kreuz dringend auf Spenden angewiesen.
Niemand kann derzeit genaue Angaben über die Zahl der Getöteten und Verletzten machen. Meistens sind es Zivilisten.
Die Arbeit erfolgt unter erschwerten Bedingungen. Die Bewegungsfreiheit ist aufgrund der katastrophalen Sicherheitslage sehr eingeschränkt. Die Rotkreuz-Mitarbeiter vor Ort (elf internatio-nale Delegierte und 350 Mitarbeiter des -nischen Roten Kreuzes) müssen die Prüfung der derzeitigen Situation aus Sicherheitsgründen immer wieder abbrechen.
Die Zahl der Obdachlosen in Monrovia ohne Zugang zu Nahrung, sauberem Wasser und medizinischer Versorgung wird auf rund 200.000 geschätzt. Die wichtigste Wasserversorgungsanlage ist stark beschädigt, so dass nun ein Mangel an Trinkwasser besteht. Eine Priorität des Roten Kreuzes ist die Reparatur der Wasseranlage, die Verteilung des Wassers aus noch funktionstüchtigen Anlagen und die Gewährleistung einer hinreichenden hygienischen Situation.
Ein weiterer Schwerpunkt des Roten Kreuzes ist die medizinische Behandlung der Verletzten. Das John F. Kennedy Krankenhaus ist das einzige funktions-fähige Krankenhaus in Monrovia. Das Rote Kreuz behandelt dort weiterhin bis zu 400 Kriegsver-letzte. In der letzten Woche sind dort etwa 500 Verletzte und 20 Tote eingeliefert worden. Ein 7-köpfiges Team des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK)aus Chirurgen, Anästhesisten und Schwestern, darunter auch die DRK-Ärztin Heide Beckmann, und 150 Einsatzkräfte des nischen Roten Kreuzes versorgen die Patienten. Es werden bis zu 20 Patienten am Tag operiert.
Das IKRK wird seine humanitäre Hilfe für die Zivilbevölkerung trotz der sich verstärkenden Kämpfe weiterführen. Die Aktivitäten beziehen sich auf die Versorgung der Verletzten und Flüchtlinge, die Erhaltung von sauberem Wasser und Hygiene und den Suchdienst für getrennte Familien.
Bitte unterstützen Sie die Arbeit des Roten Kreuzes mit Ihrer Spende:






