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Passivhäuser der Zukunft planen

07.09.201215:43 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung
Bild: Passivhäuser der Zukunft planen
Trekhaus - ein amerikanisches Passivhaus. © Courtesy Robert Hawthorne and Passive House Institute US
Trekhaus - ein amerikanisches Passivhaus. © Courtesy Robert Hawthorne and Passive House Institute US

(openPR) Passivhäuser sind rund um den Globus auf dem Vormarsch. Dabei muss das Klima der entsprechenden Länder bei dieser speziellen Bauweise berücksichtigt werden. Das Fraunhofer-Institut für Bauphysik IBP hat jetzt in Kooperation mit dem Passive House Institute US (PHIUS) die Planungssoftware WUFI® Passive für Passivhäuser in Nordamerika entwickelt. Grundlage dafür war das am Fraunhofer IBP entwickelte hygrothermische Gebäudesimulationsprogramm WUFI® Plus.



Passivhäuser zeichnen sich durch einen extrem niedrigen Energiebedarf aus. Strenge Zertifizierungsrichtlinien regeln beispielsweise die Grenzwerte für den Primärenergiebedarf oder die Luftdichtheit eines Gebäudes. In Zeiten schwindender fossiler Energieträger und eines nachhaltigen Einsatzes erneuerbarer Energien werden solche Standards in der Gebäudeplanung wichtiger denn je. Passivhäuser belegen, dass eine zukunftsfähige Lösung zuverlässig funktioniert. Gegenüber dem in den USA bestehenden Durchschnitt von 215kWh/(m²a), spart das Passivhaus 65 bis 85 Prozent der Endenergie ein – und für den geringen dann noch bestehenden Rest gibt es eine Vielzahl ökonomisch tragfähiger nachhaltiger Versorgungslösungen.

WUFI® Passive – Ein Planungstool für die USA

Der ursprünglich in den USA entwickelte und in deutschsprachigen und skandinavischen Ländern entstandene Trend zum Passivhaus hat längst auch viele andere Nationen erreicht. Passivhausplaner in Nordamerika standen häufig vor dem Problem, das in Deutschland entwickelte Planungstool an die feucht-warmen Klimabedingungen, die in einigen Regionen der USA herrschen, anzupassen. »Zur realitätsnahen Abbildung des energetischen und feuchtetechnischen Verhaltens von Passivhäusern in Klimazonen, in denen das Kühlen und Entfeuchten der Raumluft eine größere Rolle spielen, sind instationäre und meist mit Stundenwerten arbeitende Planungsmodelle erforderlich«, erläutert Dr. Hartwig Künzel vom Fraunhofer IBP die Sachlage. Aufgrund des inzwischen erlangten Bekanntheitsgrades der Fraunhofer IBP Softwarefamilie WUFI® sowie des langjährigen Engagements des Instituts im Bereich Hygrothermik in Nordamerika, wandte sich PHIUS an das Fraunhofer IBP. Ziel war es, auf Basis des Gebäudesimulationsprogramms WUFI® Plus, ein neues Planungspaket zu entwickeln, das an die Anforderungen und Bedürfnisse der amerikanischen Passivehouse Community angepasst war. Entstanden ist dabei ein benutzerfreundliches Tool, das in seiner Anwendung schnell erlernbar ist und Eingabefehler frühzeitig aufzeigt.
»Die ersten Schulungen laufen bereits und bisher waren die Rückmeldungen der Teilnehmer durchweg sehr positiv«, freut sich Katrin Klingenberg, Executive Director bei PHIUS. Ende September wird das neue WUFI® Passive vom Leiter des WUFI® Plus Entwicklungsteams Florian Antretter auf der 7th Annual North American Passive House Conference in Denver, USA vorgestellt.

Internationale Standards schaffen

In einem nächsten Schritt möchten die Forscher am Fraunhofer IBP gemeinsam mit PHIUS die vorhandenen Modelle mit Partnern aus anderen Ländern weiterentwickeln, um einen internationalen Konsens bei der Definition klimaspezifischer Anforderungen an Passivhäuser zu erreichen. Als Ergebnis soll den Passivhausplanern weltweit ein umfassendes Planungs- und Zertifizierungswerkzeug zur Verfügung gestellt werden. In Zukunft sollen darüber hinaus Module zur Berücksichtigung von lokalen Energieerzeugungssystemen in das neue Planungspaket integriert werden. »Damit wären dann auch Plusenergiehäuser planbar – und diesem Gebäudemodell gehört die Zukunft«, betont Prof. Gerd Hauser, Leiter des Fraunhofer IBP und Begründer des deutschen Gebäudeenergieausweises.

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