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Abschiedsworte der Tibeterin Rikyo drei Monate nach ihrer Selbstverbrennung aufgetaucht

03.09.201218:34 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft
Bild: Abschiedsworte der Tibeterin Rikyo drei Monate nach ihrer Selbstverbrennung aufgetaucht
Die Nomadin Rikyo
Die Nomadin Rikyo

(openPR) Die Mutter dreier Kinder, die sich am 30. Mai 2012 selbst anzündete (1), hinterließ eine kurze Botschaft, in der sie ihre Landsleute dazu aufrief, verdienstvoll zu handeln und für die Erhaltung der tibetischen Kultur und die Rückkehr des Dalai Lama nach Tibet zu sorgen.

Dem TCHRD wurde diese Botschaft, die auf Tibetisch mit schwarzer Tinte auf weißem Papier geschrieben wurde, aus zuverlässiger Quelle zugespielt.

Hier ist eine Übersetzung der letzten Worte der 36jährigen Rikyo, die noch am Tag ihres feurigen Protestes starb.

„Möge die ganze Welt Frieden und das Glück erlangen!

Auf daß Seine Heiligkeit der Dalai Lama nach Tibet zurückkehren möge,schlachtet keine Tiere ab und treibt keinen Handel mit ihnen,stehlt nicht, sprecht Tibetisch, tötet keine lebenden Wesen, streitet nicht untereinander!

Das Leiden aller Lebewesen auf mich nehmend, bitte ich Euch: Leistet keinen Widerstand, falls ich lebendigen Leibes in die Hände der Chinesen gerate!

Seid einträchtig, pflegt die tibetische Kultur!

Im Feuer verbrenne ich, macht euch keine Sorgen, meine lieben Angehörigen“

Rikyo setzte sich am 30. Mai um etwa 3 Uhr nachmittags in der Nähe des Jonang Gonchen Klosters im Bezirk Dzamthang (chin. Rangtang), TAP Ngaba, Provinz Sichuan, in Brand.

Tausende von Tibetern, sowohl Mönche als auch Laien waren bei ihrer Einäscherung zugegen, um ihre Solidarität zu bekunden und für sie zu beten. Die Gebete gingen bis zum nächsten Morgen weiter.

Rikyo hinterläßt ihren Mann, Nangtong, 41, drei Kinder - zwei Söhne, Lobsang 17, und Kunga, 10, und eine Tochter Semlha, 14 - sowie ihren Vater Apang Chuklo und ihre Mutter Rinlha. Rikyo ist der vierte Fall von Selbstverbrennung in Dzamthang aus Protest gegen die chinesische Regierung.

(1) 30.5.2012, „Tibet brennt weiter: Mutter dreier Kinder verbrennt sich in Dzamthang“, http://www.igfm-muenchen.de/tibet/ctc/2012/RikyoDzamthang_30.5.html

Quelle: Tibetan Centre for Human Rights and Democracy, www.tchrd.org

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