(openPR) 29.08.2012
Mitte vergangener Woche hat die Berufsgenossenschaftliche Unfallklinik Tübingen (BG Klinik) ihren neuen Computertomographen in Betrieb genommen. Das Gerät, das bis dato deutschlandweit das einzige seiner Art in der Patientenroutine ist, bringt entscheidende Vorteile für Patienten und Ärzte.
„Wir sind sehr froh darüber, dass wir dieses medizinische Spitzengerät jetzt endlich bei uns im Haus haben“, stellt Universitätsprofessor Dr. Ulrich Stöckle, Ärztlicher Direktor der BG Klinik, zufrieden fest. „Mit dem SOMATOM Definition Edge der Firma Siemens verfügen wir über einen Computertomographen, dessen technische Innovationen sowohl unseren Notfallpatienten, speziell den lebensbedrohlich Mehrfachverletzten, als auch unseren anderen stationären und ambulanten Patienten in vielfacher Weise zugute kommen.“
Universitätsprofessor Dr. Claus D. Claussen, Chefarzt der Radiologie der BG Klinik und Leiter des Departments für Radiologie am Universitätsklinikum Tübingen, erklärt: „Das neue Gerät senkt die Strahlendosis, der die Patienten bei der Untersuchung ausgesetzt sind, um bis zu 20 Prozent. Gleichzeitig verbessert sich die Qualität der Schichtröntgenaufnahmen erheblich. Selbst kleinste Strukturen werden mit einer Genauigkeit von 0,30 mm klar dargestellt.“
Der SOMATOM Definiton Edge nimmt bei einer Röhrenumdrehung 128 Schichten statt wie bisher 16 auf. „Das führt zu einer schnelleren und verwacklungsfreieren Untersuchung“, erläutert Oberarzt Dr. Oliver Luz, Radiologe in der BG Klinik. So seien Ganzkörperaufnahmen von Kopf bis Fuß in rund zehn Sekunden möglich. „Außerdem haben wir die Möglichkeit, die Bilder automatisch räumlich darzustellen. Dies ist eine wichtige Hilfe für den Chirurgen, der sich so ein genaueres Bild über die Stellung der Knochen machen kann.“ Zudem gäbe es weniger Bildauslöschungen durch einliegende Metallimplantate wie Platten und Schrauben, was gerade in der Unfallchirurgie von großem Vorteil sei.
Die Öffnung des neuen Geräts, durch die der Patient teilweise hindurchgefahren wird, hat mit 78 cm einen größeren Durchmesser als bisher üblich. Dies verbessert den Komfort während der Untersuchung für Kinder, unter räumlicher Enge leidende oder sehr schwere Patienten deutlich.
In der Versorgung von Unfallopfern spielt der Faktor Zeit eine ganz entscheidende Rolle. „Schwerstverletzte Patienten profitieren deshalb vor allem von der um rund ein Drittel kürzeren Untersuchungsdauer und der daraus resultierenden beschleunigten Diagnosestellung“, betont Stöckle. „Je schneller die Röntgenbilder und die Befunde vorliegen, desto schneller können wir im Schockraum entscheiden, welche Behandlung die beste für den Verletzten ist. Die hier gewonnene Zeit kann unter Umständen über Leben und Tod des Patienten entscheiden.“
„Der SOMATOM Definition Edge ist so betrachtet gelebte -Spitzenmedizin menschlich- “, stellt Stöckle in Anspielung auf den Slogan der BG Klinik abschließend fest.









