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Einsatz von Terahertz-Strahlung in der Sicherheitstechnik erforschen

18.01.200517:26 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung

(openPR) Jenoptik-Tochter Jena-Optronik GmbH ist im europäischen Forschungsprojekt „TeraSec“ für die Entwicklung der Optiken und der Datenverarbeitung zuständig.

Die Jena-Optronik GmbH, eine Jenoptik-Tochter im Jenoptik-Unternehmensbereich Photonics, ist Mitglied des europäischen Forschungsprojektes „TeraSec“, das den Einsatz von Terahertz-Strahlung für die Sicherheitstechnik erforschen wird. Ziel des Projektes, das heute startet und an dem sich europäische Unternehmen, Universitäten und Forschungseinrichtungen beteiligen, ist die Entwicklung eines Detektors, mit dem Sprengstoffe, Waffen und Kampfmittel einfacher als bisher erkannt werden können. Die Jena-Optronik GmbH wird in dem Forschungsverbund aus Wissenschaft und Industrie, der vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) geleitet wird, sowohl die Optiken entwickeln als auch die Entwicklung der Algorithmen und Software zur Erzeugung von Bildern und Interpretation der Detektordaten leiten.



Das europaweite Forschungskonsortium, gefördert von der Europäischen Union im Rahmen des neuen Sicherheits-Forschungsprogramms, soll die bisherigen Erkenntnisse über die so genannten T-Rays zusammenführen und für ihren Einsatz in der Sicherheitstechnik nutzbar machen. Der bisher noch kaum erforschte Wellenlängenbereich der elektromagnetischen Strahlung unter einem Millimeter liefert Bilder, die Röntgenaufnahmen ähneln. Im Gegensatz zur Röntgenstrahlung ist Terahertz-Strahlung für Menschen und Tiere jedoch völlig ungefährlich.

Die Nutzung von Terahertzstrahlung verspricht daher einen einfachen und effizienten Weg, Waffen und Explosivstoffe sichtbar zu machen – auch wenn sie in Koffern oder unter Kleidungsstücken verdeckt sind. Problematisch beim Einsatz der T-Strahlung für Sicherheits-Screenings ist bisher, dass Kleidung für sie kein Hindernis darstellt. Um ethische Probleme zu umgehen, verfolgt das Forschungskonsortium der Europäischen Union nun einen anderen Weg: Anstelle eines Bildes vom kompletten Menschen soll das System nur charakteristische Spektraleigenschaften von Explosivstoffen oder gefährlichen Chemikalien (z.B. auch Drogen) aufgreifen und entsprechend signalisieren.

Terahertz-Strahlung verspricht vielfältige weitere Einsatzgebiete.

Über den Einsatz in der Sicherheitstechnik hinaus, birgt die Terahertz-Strahlung weitere enorme Nutzungspotenziale, etwa im Bereich der Bioanalytik, Medizin oder auf dem Gebiet der Materialforschung. Die so genannten T-Rays, die bisher insbesondere bei dem Verständnis der Sternenbildung und der Entwicklung von Galaxien eine große Rolle spielten, gelten hinsichtlich ihres industriellen Einsatzes noch als kaum erforscht – ähnlich dem Stand der Forschungen zur Röntgenstrahlung vor etwa 100 Jahren.

Darüber hinaus lassen sich mit der hochfrequenten Strahlung auch Daten übertragen, sehr viel schneller als in den derzeit verwendeten Frequenzbereichen. Weitere potenzielle Anwendungen werden momentan diskutiert, so die Durchleuchtung von Lebensmitteln auf der Suche nach Fremdkörpern oder Giftstoffen oder Anwendungen in der Verkehrs- und Materialtechnik. So werden schon jetzt die Klebenähte von Raumfahrzeugen mit Terahertz Strahlen überprüft.



Zur Jena-Optronik GmbH. (www.jena-optronik.de)

Die Jena-Optronik GmbH, gegründet 1992, entwickelt und fertigt opto-elektronische Instrumente und Systeme, Lageregelungssensoren und Software für Luft- und Raumfahrt sowie Sicherheitanwendungen. Zu den Entwicklungen der Jena-Optronik gehören auch Rendezvous- und Docking-Sensoren, die die präzise Annäherung der europäischen und japanischen Versorgungsfahrzeuge an die Internationale Raumfahrtstation ISS ermöglichen sowie eine Familie von Kamerasystemen für verschiedene Auflösungen und Anwendungen. Außerdem bietet die Jena-Optronik GmbH umfassende Ingenieur-Dienste sowie Software für Aerospace und Sicherheitstechnik an.

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