(openPR) In 2010 haben ca. 1.300 Bäckereien geschlossen. Es scheint viele Gründe dafür zu geben.
Immer weniger junge Leute treten in die Fußstapfen der Handwerksmeister. Kleine Betriebe finden selten gutes Personal. Der Aufwand familiengeführter Backstuben ist groß: früh aufstehen, beschwerlich arbeiten durch Körpereinsatz, bei Hitze und unter Zeitdruck, ausliefern, bedienen und vieles mehr. Zu alldem kommt der Kostendruck. Denn Brot und Brötchen werden weiterhin fleißig produziert, jetzt aber vermehrt in großen Fabriken. Im TV auf hr wurde gestern ein kritischer Beitrag gesendet: Billige Brötchen –Die Spur der Teiglinge. Der TV-Bericht von gestern, den 22.8.2012 ab 21:45 wird auf anderen Kanälen wiederholt: EinsPlus BR-alpha etc.
Der immer gleiche Tenor ist, dass die Verbraucher hinsichtlich der Brötchen- und Brotqualität getäuscht werden. Die Handwerksverbände (Innungen), Getreide-Prüfinstitute und Bäcker sind der Industrie hilflos ausgeliefert. Denn keiner weiß was in den Backmischungen enthalten ist und keiner kann ausschließen, dass in den Backstuben nicht doch Mischungen und Enzyme aus dem Chemiebaukasten verwendet werden.
Profi-Tester bewerten die Brötchen- und Brotqualität demzufolge nach Aussehen (Form, Kruste), Beschaffenheit (Elastizität, Poren), als auch Geruch und Geschmack. Diese Tatsache (siehe TV-Bericht und Beitrag des DIGeFa, http://www.digefa.net) ist Futter für Verbraucher, die ohnehin schon recht wenig Wert auf die Qualität legen, sondern vielmehr auf die subjektive Einschätzung des Preis-/ Leistungsverhältnisses.
Fazit: kleine Backstuben werden nur durch besonders großen persönlichen Einsatz überleben. Vielleicht als Nischenanbieter bzw. Nahversorger in der Stadt. Bäckerei-Filialisten werden aufgeben müssen bzw. wieder vom Markt verschwinden, wenn sie für den Kunden keine klare Botschaft haben und mit begeisterter Leistung überzeugen. Unnatürliche Inhaltsstoffe sind ohnehin in unseren Backwaren, denn die Industrie gibt das vor und keiner scheint es verhindern zu wollen.










