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US-Report: Religionsfreiheit in China hat „merklich abgenommen“

10.08.2012 • 09:40 Uhr • Politik, Recht & Gesellschaft
Festgenommene Mönche mit Schildern um den Hals, auf denen ihre
Festgenommene Mönche mit Schildern um den Hals, auf denen ihre "Verbrechen" stehen

(openPR) In ihrem jährlichen Bericht über religiöse Freiheit in aller Welt übten die USA wegen der feurigen Welle von Selbstverbrennungsprotesten schwere Kritik an der chinesischen Regierung.

„Offizielle Einmischung in die Praxis der religiösen Traditionen verschärfte die Mißstände und führte zu mindestens 12 Selbstverbrennungen von Tibetern im Jahr 2011“, heißt es in dem International Religious Freedom Report des US State Department (1).

Und weitere Selbstverbrennungen in diesem Jahr, durch die deren Gesamtzahl nun auf 44 angestiegen ist, zeigen, wie „verzweifelt die Tibeter unter der chinesischen Herrschaft“ sind.

In dem Bericht wird festgestellt, daß es in China „2011 eine spürbare Verschlechterung bei der Beachtung und dem Schutze der Religionsfreiheit gegeben habe“. Dazu gehören „die vermehrten Restriktionen für die religiöse Praxis, besonders in den tibetisch-buddhistischen Klöstern“.

„Die Kontrolle des Staates und der KPC, die religiöse Praxis und die täglichen Geschäfte der Klöster und anderer religiösen Institutionen betreffend, wurde verschärft, besonders im Kloster Kirti, das die höchste Zahl an Selbstverbrennungen aufzuweisen hat“.

China und Nordkorea, wo es, wie der Bericht feststellt, überhaupt keine Religionsfreiheit gibt, wurden zusammen mit Myanmar unter die acht „besorgniserregenden“ Länder eingestuft, die „besonderer Beachtung“ bedürfen, weil sie keine religiösen Rechte gewähren. „Über eine Milliarde Menschen leben unter Regimes, die systematisch die Religionsfreiheit verletzen“ sagte US Secretary of State, Hillary Rodham Clinton.

„Repressive Staaten machen sich neue Technologien zunutze, um gegen religiöse Ausdrucksformen vorzugehen. Mitglieder von Glaubensgemeinschaften, die schon lange unter Druck standen, berichten, daß dieser ständig zunehme“.

Peking schlug jedoch sofort zurück und sagte, der US-Report starre vor „Vorurteilen, Arroganz und Ignoranz.

Die Ergebnisse finden sich in dem Abschnitt Tibet des Internationalen Berichts über Religionsfreiheit des State Department, einer jährlichen Beurteilung dessen, welche Achtung, die einzelnen Länder der Religionsfreiheit entgegenbringen, wie sie 1998 vom Kongreß in Auftrag gegeben wurde.

(1) Der Abschnitt Tibet steht unter http://www.state.gov/j/drl/rls/irf/2011/eap/192621.htm

Quelle: Phayul, www.phayul.com

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