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Nonsens oder Konsens? Der Grüne Punkt auf Sinnsuche

24.10.200511:57 UhrEnergie & Umwelt

(openPR) Berlin/Bonn, www.ne-na.de - "Miteinander." "Solidarisch." "Value for people." “Weil es um Werte geht”. “Um Welt“. Mit diesen kryptischen Botschaften startet der Müllsammler mit dem Kennzeichen „Grüner Punkt“ derzeit eine neue Imagekampagne. „Bis Ende des Jahres erscheinen in Tageszeitungen Anzeigen. Eine Seite mit dunkelgrünem Text auf hellgrünem Grund: ein Hilferuf der Wertstoffrecycler. Dem Leser ist am Ende von 23 Zeilen Anzeigentext schwindlig: Er hat sich durch Sätze gekämpft wie ‚Das System muss halten. Sonst zerfällt alles’. Klar wird: Der Kölner Entsorger, der schimmlige Quarkbecher und dreckige Folien sammelt, steht unter Druck“, meint die tageszeitung (taz) http://www.taz.de.



Früher wurde der Grüne Punkt noch als „Selbsthilfeorganisation“ der Wirtschaft bezeichnet, um das „Alleinstellungsmerkmal“ des Konzerns zu rechtfertigen: „Der Müllsammler nahm den Begriff ‚Selbsthilfe’ allerdings etwas zu ernst: Offiziell durfte das DSD keine Gewinne machen. Jeder Verdienst sollte in Form von niedrigeren Gebühren an den Kunden zurückgezahlt werden. Stattdessen bildete das Unternehmen aber über die Jahre 836 Millionen Euro starke Rücklagen“, führt die taz weiter aus.

Das Duale System konnte die Gebühren fast beliebig festsetzen: „Es besaß ein Monopol. Darauf wurde erst die Europäische Kommission, dann auch das Bonner Kartellamt aufmerksam“, so die taz. Seit Ende des vergangenen Jahres bestimmt ein amerikanischer Finanzinvestor die Geschicke des Grünen Punktes und will hohe Renditen mit dem Müllgeschäft einfahren. Der Firmenjäger KKR habe das DSD fast geschenkt bekommen. „Das DSD hat KKR 260 Millionen Euro gekostet. Rund 160 Millionen davon stammen aus Bankkrediten. Diese hatte KKR über seine Tochter Deutsche Umwelt Investment AG aufgenommen. Dann verschmolz der Finanzinvestor seine Tochter mit dem Müllsammler. Das DSD hat die Schulden geerbt, KKR ist sie los“, schreibt die taz. Aber wie will der Grüne Punkt aus eigener Kraft im laufenden Geschäft die horrenden Gewinne erwirtschaften, die sich KKR ausrechnet?

Branchenkenner halten das DSD betriebswirtschaftlich nicht für tauglich, sich im Wettbewerb mit anderen Systemen durchzusetzen. Seit der Gründung vor 15 Jahren hätten sich interne Strukturen wie im öffentlichen Dienst gebildet. Als Monopolist müsse man sich um Marketing, Kundenservice, Innovationen, Kosteneffizienz oder Vertrieb keine großen Gedanken machen. Der Umsatz des DSD schrumpft und die öffentlichen Hilferufe der Müllmanager strotzen nicht gerade vor unternehmerischen Tatendrang. "Wir brauchen einen neuen Dialog zwischen Wirtschaft und Politik", sagte beispielsweise Heike Schiffler, die Kommunikationschefin des DSD, der taz. "Für einen Müllkonsens." Schiffler prognostiziert, dass der Umsatz des DSD in diesem Jahr "deutlich" hinter dem des letzten Jahres bleibt. Das waren 1,6 Milliarden Euro. Von den üppigen Rücklagen werden die Firmenjäger wohl auch nicht mehr viel übrig lassen. Im Werbetext brachten es die Kreativberater des Müllsammlers auf den Punkt: „Das System muss halten. Sonst zerfällt alles.“ Value for people – wo sind sie geblieben?


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