(openPR) Erfolgreiche 15 monatige Fortbildung für angehende Journalisten mit Migrationshintergrund geht in das vierte Jahr
Jeder fünfte in Deutschland Lebende hat eine Zuwanderungsgeschichte – doch nur etwa jeder fünfzigste Journalist. Folgen davon sind eine von Klischees geprägte Berichterstattung und die allgemein fehlende Präsenz des Blicks von Migranten auf gesellschaftliche Themen. Dies wird der gesellschaftlichen Moderne längst nicht mehr gerecht. Vor diesem Hintergrund startet das BWK BildungsWerk in Kreuzberg gemeinsam mit seinen Partnern nun den inzwischen vierten Jahrgang der journalistischen Fortbildung für medieninteressierte AkademikerInnen mit bikulturellem Hintergrund. Das Programm dauert 15 Monte, davon neuen Monate Seminar, 6 Monate Praktikum. Alle Dozenten/innen sind renommierte Praktiker/innen.
„Mehr Migranten in deutsche Medienhäuser“ – diesem auch von der Integrationsbeauftragten Staatsministerin Böhmer geforderten Ziel kommt das BWK BildungsWerk in Kreuzberg somit ein gutes Stück weit näher: 50 Akademiker mit 23 verschiedenen Migrationshintergründen haben das Seminar bereits durchlaufen. Derzeit sind 40 davon bereits fest oder frei in renommierten Redaktionen quer durch die Republik tätig. Zu den Arbeits- und Auftraggebern zählen das ZDF, der RBB, die taz, die Berliner Zeitung, Radio Metropol FM, RBB Kulturradio, Deutschlandradio Kultur, ARTE, verschiedene Musikfachzeitschriften, verschiedene Stiftungen, Politische Institutionen sowie Magazine wie „CigarClan“.
Seit dem Juli 2012 sind die StudentInnen des dritten Durchgangs nun in den Praktika. Für den sechsmonatigen praktischen Teil der Fortbildung bieten noch weitere renommierte Partner den Teilnehmern und Teilnehmerinnen attraktive Praktika an wie beispielsweise Tagesspiegel, taz, Hürriyet, Sabah, ZEIT, B.Z. Radio Bremen, NDR, Der Spiegel, WDR, Funkhaus Europa, ZITTY, Der Freitag, Metropol FM sowie andere Redaktionen. Vorangegangen ist dem eine neunmonatige, crossmediale Fortbildung am BWK.
Das Abschlussprojekt der Journalisten des ersten Durchgangs erhielt direkt den 1. KAUSA Medienpreis 2010 in der Kategorie Hörfunk.
Der zweite und der dritte Jahrgang stellt einen Teil der erarbeiteten Beiträge unter www.neue-deutsche-pesse.eu zur Verfügung.
Maria Böhmer ist somit auch hochzufrieden: „Den medienübergreifenden Charakter sowie das praxisorientierte Curriculum sehe ich als wegweisend für die Journalistenausbildung der Zukunft an. Genauso kann und sollte die breite Zusammenarbeit des BWK mit Medienhäusern und staatlichen Stellen als Vorbild für zukünftige Projekte dienen.“
„Das Seminar muss sich in keiner Weise vor den etablierten Angeboten der renommierten Journalistenschulen und –akademien verstecken“, sagt selbstbewusst Uwe J. Schulte, als Projektleiter verantwortlich für die Durchführung. „Wir arbeiten crossmedial, d.h., wir bieten den Teilnehmern und Teilnehmerinnen alle Bereiche des modernen Journalismus an. Sie können im Verlauf des Seminars ihren persönlichen Schwerpunkt entwickeln und vertiefen. Dabei helfen ihnen die Dozenten und Referenten, die alle hauptberuflich als Journalisten arbeiten und zum Großteil selbst Migrationshintergrund mitbringen.“ Während des Seminars und darüber hinaus stehen den Teilnehmern ggf. bekannte „Mentoren“ aus Politik und Medien zur Seite, die sowohl die journalistische Orientierung als auch den Übergang in das journalistische Berufsleben begleiten und erleichtern helfen können. Dies ist bedarfsabhängig und kann ggf. durch zielorientiertes Coaching bereits während der Seminarphase ersetzt werden. Hier ist u. a. Herr Thomas Hinrichs von der ARD Tagesschau zu nennen, Frau Daniela Milutin, WDR, Fanny Fascar, ZDF oder die Mitglieder des bekannten Vereins „Neue deutsche Medienmacher“. Prof. Dr. Ulrich Pätzold steht dem Projekt seit seinem Beginn 2009 als inhaltlicher Mentor zur Seite.
„Wir arbeiten gegen das strukturelle Phänomen der Desintegration. Da liegen viele Steine im Weg, die es auszuräumen gilt. Auch die der Finanzierung. Aber wir sind auf einem guten Weg“. Die Jungjournalisten vom BWK sehen diese Herausforderung weniger verbissen, „deutsche Medien suchen inzwischen nach solchen Mitarbeitern“, stellen sie selbstbewusst fest.
Zum 01.September 2012 beginnt nun der vierte Durchgang dieser innovativen Fortbildung.
Sie kann u.a. mit dem „Bildungsgutschein“ der Agenturen für Arbeit / JobCenter gefördert werden, sollten die TeilnehmerInnen die Voraussetzungen erfüllen. Die Mitarbeiter des BWK bieten dazu Beratungen an. Vorab führt das BWK gemeinsam mit seinen Partnernund weiteren Berliner JournalistInnen ein Auswahlverfahren durch.
Interessenten sollten sich daher schnellstmöglich an das BWK wenden.










