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Islamismus in Tschetschenien

12.07.201219:18 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft
Bild: Islamismus in Tschetschenien
Islamismus in Tschetschenien
Islamismus in Tschetschenien

(openPR) „Der Islam gehört inzwischen auch zu Deutschland.“ Dieses Zitat aus dem Oktober 2010 ist wohl einer der am kontroversesten diskutierten Sätze aus der Amtszeit des ehemaligen Bundespräsidenten Christian Wulff. Erst kürzlich bekam die Debatte um den Islamismus in Deutschland neuen Zündstoff. Konservativislamische Salafisten verteilten im Mai den Koran in vielen deutschen Großstädten und sorgten damit für einen Aufschrei in den Medien. Doch nicht nur im Westen Europas löst der Islamismus Skepsis oder sogar Angst aus. In Russland war der wiedererstarkte Islam in der autonomen Republik Tschetschenien im Winter 1994 ein Faktor für den Angriff der russischen Armee und den Ausbruch des ersten Tschetschenienkrieges. So beschreibt es Christian P. Osthold. Er sucht nach Hintergründen für den historisch stark verwurzelten Willen der Tschetschenen nach politischer Souveränität gegenüber Moskau und stößt auf den Islam. In ihm sieht der Historiker einen Faktor für die rasante Ausbreitung des Separatismus in der nordkaukasischen Region. Osthold untersucht den Ursprung und die Entwicklungen der separatistischen Bestrebungen der Tschetschenen. Seine Analyse reicht dabei bis ins Mittelalter zurück und stützt sich hauptsächlich auf russische und tschetschenische Quellen. Das Buch geht auf Gesellschaft und Religion in Tschetschenien zunächst gesondert ein. Auf der Suche nach einem detaillierten Bild des Islam in Tschetschenien beantwortet Osthold Fragen nach dessen Herkunft, Ausbreitung und Besonderheiten. Sein Augenmerk legt der Autor vor allem auf die Entwicklungen des Islam im Tschetschenien des 20. Jahrhunderts. Er untersucht islamische Einflüsse zu Zeiten der Russischen Revolution 1917 über die frühe Sowjetzeit und den Zweiten Weltkrieg bis hin zum zweiten Tschetschenienkrieg 1999. Der Tschetschenienkrise der Neunzigerjahre widmet der Verfasser ein ausführliches Kapitel, in dem er sowohl auf Kriegs- und Friedensperioden der russisch-tschetschenischen Beziehungen eingeht.


Der junge Historiker widmete dieser Arbeit einen sechsmonatigen Forschungsaufenthalt in Moskau und Grosny. In dieser Zeit konnte er aufgrund sehr guter Russischkenntnisse auf zahlreiche Zeitungsartikel, Zeitzeugenberichte und empirische Daten in Originalsprache zurückgreifen. Als Produkt seiner Forschungsarbeit liegt ein Buch vor, das für Geschichtswissenschaftler und -interessierte gleichermaßen aufschlussreich ist. Es ist eines von wenigen Werken in deutscher Sprache, das Fragen nach der Verklammerung von Religion und historisch verwurzelten Separatismusbestrebungen der Tschetschenen aufgreift.
Vor dem Hintergrund der Kriege im Irak und in Afghanistan geraten die Auseinandersetzungen zwischen Russland und Tschetschenien häufig in Vergessenheit, dabei liegen tragische Ereignisse wie die Geiselnahme tschetschenischer Terrorristen an einer Schule in Beslan noch keine zehn Jahre zurück. Christian P. Osthold holt dieses und andere Ereignisse ins Gedächtnis zurück und bleibt dabei auch für ein nichtwissenschaftliches Publikum stets verständlich.

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