(openPR) Offener Brief an: Fort Fun Abenteuerland, One World Nordrhein-Westfalen GmbH, z. Hd. Herrn Jan Reuvers, Geschäftsführer, Aurorastraße, Wasserfall, 59909 Bestwig / Sauerland
Sehr geehrter Herr Reuvers,
wahrscheinlich ist Ihnen bekannt, dass die von Ihnen anlässlich des Fort Fun-Jubiläums geplanten Rodeoveranstaltungen in weiten Kreisen auf Unverständnis und Widerstand treffen. In den Online-Foren und der Presse wird das Thema kontrovers diskutiert. Vom Präsidenten des Deutschen Tierschutzbundes, Thomas Schröder, haben Sie inzwischen sicherlich auch erfahren, dass diese große Tierschutzorganisation Rodeo gegenüber äußerst kritisch eingestellt ist.
Ich möchte Ihnen keinesfalls unterstellen, dass Sie Gefallen an Tierquälerei finden. Sie müssen sich allerdings den Vorwurf gefallen lassen, dass Sie sich im Vorfeld nicht ausreichend darüber informiert haben, wie sehr die Tiere beim Rodeo leiden. Sie bekamen wahrscheinlich einen ganzen Stapel so genannter Unbedenklichkeitsbescheinigungen vorgelegt und haben keine eigene Recherche gemacht. Dabei sind Informationen, gerade über Rodeo in Deutschland, reichlich vorhanden und leicht zugänglich.
Das Timing ist äußerst schlecht. Kürzlich ging groß durch die Medien, dass der Bundesrat sich in seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause am 06.07.2012 für ein Verbot von Rodeoveranstaltungen aussprach. Von den Ländern wurden insbesondere der Flankengurt und das Bullenreiten kritisiert. Glauben Sie etwa, die Tierschutzreferenten der Bundesländer hätten keine guten Gründe, um ein Verbot zu fordern?
Ich gehe davon aus, dass vertragliche Verpflichtungen es Ihnen nicht leicht machen, die Rodeoshows aus dem Programm zu werfen. Aber wäre angesichts der schwierigen Situation in der sich das Fort Fun befindet, eine etwaige Vertragsstrafe nicht leichter zu verkraften, als ein dauerhafter Imageschaden, der die Zukunft des Vergnügungsparks in Frage stellt?
Zeigen Sie Stärke und Entschlossenheit, wie etwa das ZDF, das im Juli 2006 eine Rodeoshow kurzfristig aus dem "Fernsehgarten" auslud. Ist Rodeo wirklich eine familienfreundliche Unterhaltung? Für die Eltern kann ein Besuch von Rodeo durchaus zum Stress ausarten. Einerseits müssen sie ihren Kindern bereits am Eingang erklären, warum sich dort Tierschützer mit Postern und Flugblättern aufhalten und andererseits verlieren vor allem kleinere Kinder schnell das Interesse an den Shows und rennen auf den Holztribünen auf und ab. Nach der Pause kehren viele Familien nicht mehr in die Arena zurück, weil die Kinder gelangweilt sind und quengeln. Ich habe dies bei meinen vielen Rodeobesuchen immer wieder beobachtet.
Bitte geben Sie sich einen Ruck und ersetzen Sie die Rodeoshows durch einen Programmpunkt ohne Tiere. Wie wäre es mit Motoball? Diese Kombination von Fußball und Motorsport ist ein echter Zuschauermagnet und Sie fänden bestimmt noch einen Sponsor dafür. Infos dazu gibt es auf www.motoball.de.
Werden Sie zum Sympathieträger und sagen Sie die Rodeos noch heute ab! Das Fort Fun kann dadurch langfristig nur profitieren.
Mit freundlichen Grüßen
Mechthild Mench, stellv. Vors. animal 2ooo - Menschen für Tierrechte Bayern e.V.
INITIATIVE ANTI-CORRIDA
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