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Bildungsbericht 2012: Reformchaos fördert Flucht in Privatschulen

25.06.201214:09 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung
Bild: Bildungsbericht 2012: Reformchaos fördert Flucht in Privatschulen
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(openPR) Hamburg/Berlin, 22. Juni 2012 - Der heute in Berlin vom Hamburger Schulsenator und KMK-Präsident Ties Rabe 8SPD) vorgestellte „Bildungsbericht 2012“ belegt, was Insider schon seit Jahren vermuten: Die zunehmendeZahl von Schulreformen und die damit einhergehende Verwässerung und Verschlechterung staatlicher Bildungsangebote in den allgemeinbildenden Schulen führen dazu, dass immer mehr Eltern für Ihre Kinder auf private Bildungseinrichtungen ausweichen.



Als Folge der insgesamt durch die demographische Entwicklung zurückgehenden Schülerzahlen hat sich zwar die Zahl der Bildungseinrichtungen in Deutschland insgesamt von rund 99 600 im Jahr 1998 auf rund 95 400 im Jahr 2010 verringert. Wie im heute veröffentlichten Bericht „Bildung in Deutschland 2012“ dargestellt, ist im gleichen Zeitraum jedoch die Zahl der Einrichtungen in staatlicher Trägerschaft von 67 600 auf 55 400 gesunken (– 18 %), während sich die Anzahl der Bildungseinrichtungen in freier Trägerschaft um ein Viertel von 32 000 auf 40 000 erhöht hat.

"Diese Entwicklung überrascht nicht, wenn man sich die in den zurückliegenden Jahren in immer kürzeren Abständen von den Parteipolitikern nach den jeweiligen Landtagswahlen angeschobenen Schulstrukturreformen betrachtet, die zuletzt insbesondere durch die Ausweitung der bei PISA längst gescheiterten Gesamtschulen unter neuen Etiketten (Baden-Württemberg: „Gemeinschaftsschule“, Nordrhein-Westfalen: „Sekundarschule“, Niedersachsen: „Oberschule“, Hamburg: „Stadtteilschule“) betrieben werden und mit einer „kompetenz-“ statt bildungs- und wissensorientierten Verwässerung der Bildungspläne und Unterrichtsinhalte einhergehen" kommentiert Dr. Walter Scheuerl, Sprecher des Elternetzwerks "Wir wollen lernen!" das Ergebnis des Bildungsberichts.

"Das Ergebnis, das sich in erster Linie die sog. Reformpädagogen zuzuschreiben haben, die in den verschiedenen politischen Positionen in der jeweiligen Kultusministerien und Schulbehörden Reformpolitik betreiben, ist für Deutschland als offene Bildungsgesellschaft freilich kontraproduktiv" so Scheuerl weiter. "Denn es profitieren nur diejenigen Schülerinnen und Schüler, deren Eltern das private Schulangebot finanzieren können. Leidtragende sind die Kinder und Jugendlichen, die den immer schlechter werdenden und qualitativ nach unten „reformierten“ staatlichen Schulangeboten ausgesetzt sind."

Es bleibt zu hoffen, dass der heute veröffentlichte Bildungsbericht 2012 den einen oder anderen Schulpolitiker zur Einsicht bringt und eine Rückkehr zu mehr Bildungsqualität, Leistungsanspruch und mehr Wissensorientierung befördert.

Zum Hintergrund:

Der Bildungsbericht wurde zum vierten Mal im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) und der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder (KMK) verfasst. Den vollständigen Bericht finden Sie unter folgendem Link:

Vollständiger Bericht: Bildung in Deutschland 2012
https://www.destatis.de/DE/Publikationen/Thematisch/BildungForschungKultur/Bildungsstand/BildungDeutschland5210001129004.pdf?__blob=publicationFile

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