(openPR) München/Berlin 19. Juni 2012. Spezielle Elektroden, ein Neurofeedback-Gerät, zwei Monitore und die passende Software. Mehr ist nicht nötig, um mittels Neurofeedback zu erlernen wie man die Selbstregulationsfähigkeit des Gehirns trainieren kann. Besucher des 19. Innovationstag Mittelstand des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) konnten sich am 14. Juni aus erster Hand am Stand des Neurofeedback Netzwerks über die Funktionsweise und die medizinischen Anwendungsgebiete von Neurofeedback informieren. Für das Neurofeedback Netzwerk war die Veranstaltung ein voller Erfolg. So konnte Neurofeedback Mitgliedern des Deutschen Bundestags und auch einem interessierten Fachpublikum vorgestellt werden.
Auf dem Stand des Neurofeedback Netzwerk informierte unter anderem Herr Hübner-Kosney, Geschäftsführer der Mindfield Biosystems Ltd. und Netzwerkpartner, über diese innovative Therapiemethode. Bei Neurofeedback werden über Elektroden am Kopf des Patienten Hirnströme in Echtzeit gemessen und über einen Verstärker ausgewertet. Eine spezielle Software ermöglicht es die gemessenen Werte in Form einer altersspezifischen Animation (Grafik oder Computerspiel) umzuwandeln, die sich gemäß den Gehirnaktivitäten bewegt. Durch dieses optische und auch akustische Feedback erlernen Patienten die gezielte Selbstregulation ihrer Gehirnaktivität und können langfristig Erregungs- und Entspannungszustände besser kontrollieren. Neurofeedback stellt daher eine wirksame Ergänzung zur medikamentösen Therapie bei neurologisch bedingten Erkrankungen wie beispielsweise ADHS dar. Gerade bei ADHS ist die Wirksamkeit von Neurofeedback durch zahlreiche klinische Studien belegt.
Um dem Publikum vor Ort die grundsätzliche Funktionsweise von Neurofeedback zu veranschaulichen diente zudem ein Biofeedbackgerät, der „eSense“. Ein handlicher Sensor zum Messen der Hautleitwerte, der von der Firma Mindfield zur Verfügung gestellt wurde. Über zwei Elektroden an Mittel- und Zeigefinger konnten Interessenten unkompliziert und schnell erfahren, wie sich selbst kleinste Anspannungen, die bewusst nicht wahrgenommen werden, auf das Stressbefinden auswirken. So löst bereits ein angekündigtes Geräusch und lediglich die Erwartungshaltung darauf eine Anspannung aus, die über die Sensoren gemessen und auf portablen Geräten, wie Smartphones dargestellt werden kann. Die Wirkungsweise ist hier ähnlich wie bei Neurofeedback: Durch das gezielte Training und das direkte visuelle Feedback über Monitore, können bewusst Erregungs- und Entspannungszustände kontrolliert werden.

