(openPR) Meinungen gehen für gewöhnlich weit auseinander. Manchmal sogar so weit, dass es zu starken Spannungen und Eskalationen kommt. Zwischen Skandalen, Umweltkatastrophen und Lobbyismus ist es schwer, für den Einzelnen, den Überblick zu bewahren. Noch schwerer fällt es, in dem ganzen Durcheinander, eine möglichst objektive Meinung zu bilden.
Eines haben uns die Medien gelehrt: Wo viel Geld fließt, ist für Ethik nur wenig Platz. In Deutschland herrscht freie Meinungsäußerung. Jeder darf sich frei entfalten, seine Interessen vertreten und sich kleiden wie er möchte.
Andersherum gilt aber auch: Die Freiheit des einen hört da auf, wo die des anderen anfängt. Diese Grenze zu definieren ist schwierig. Und so mancher hat diese Grenze schon überschritten, bewusst oder unbewusst. Nicht nur Kaufkraft oder Bildung, sondern auch Meinung ist ein sozialer Unterschied, der sich wohlbemerkt durch alle Schichten erstreckt.
Die Tötung von Hunden und Katzen in der Ukraine ist Tierschützern als „kosmetischer Eingriff“ für die EM 2012 nur schwer zu vermitteln. Das Verständnis gleich Null. Was für die einen „nicht in Ordnung“ ist, ist für die anderen bitterer Ernst und ein persönlicher Angriff auf die eigene Person. Was für die einen der beste Freund des Menschen ist, ist für die anderen ein wirtschaftlicher Störfaktor.
Einige Sponsoren der EM 2012 gerieten ins Visier von Tierschützern und Umweltaktivisten. Der Druck, die EM zu boykottieren, war so stark, dass ukrainische Behörden keine andere Wahl hatten als nachzugeben und Maßnahmen gegen die Tötung von streunenden Tieren zu ergreifen.
Der Tod von Tieren ist ein Preis, den die meisten nicht bereit sind zu zahlen. Viele Tierschutzorganisationen, freiwillige Helfer und andere Instanzen engagieren sich für die Tiere.
Der Online-Shop KISS A FROG beispielsweise, vertreten durch die Trends & Brands GmbH, spendet vom 08. bis 20. Juni 1% seines Umsatzes an die internationale Tierschutzorganisation VIER PFOTEN. Mit einem Aufruf auf Facebook möchte der Online-Vertrieb für Designer- und Markenware aus Bonn an den Hundetötungsskandal in der Ukraine erinnern, der im Zuge der EM 2012 publik geworden war. Zwar wird die EM befürwortet, die Tötung von Tieren aber strikt abgelehnt. Die Spendenaktion wurde am 05. Juni auf der Facebook-Seite KISSaFROG gestartet und fand viele Befürworter. Der Inhalt wurde bereits über hundert Mal geteilt.
Denn die Medien, und das ist kein Geheimnis, haben eine starke Auswirkung auf die Meinungsbildung. Man erinnere sich an die Nuklearkatastrophe von Fukushima vom 11. März 2011. Der Vorfall löste eine umstrittene Diskussion zur Nutzung von Kernenergie aus. Den Unfall zu bereinigen wird voraussichtlich viele Jahre dauern, langsam wird er aber von den Medien aus dem Gedächtnis des Konsumenten gedrängt.
Auf Facebook finden sich jedoch Spuren von vergessenen Ereignissen wieder: Die Bildung von Gruppen, Online-Petitionen, Aufrufe zu Demonstrationen oder Boykotten ziehen sich wie ein langer Faden durch die gesamte Community.
Das meiste was in den Medien an uns vorbeizieht wird wieder vergessen. Was uns aber im Gedächtnis bleibt, wird manchmal zur festen Säule der persönlichen Einstellung.










