(openPR) Oppenheim / Rhein (mxp) - Die Frage, warum es bei uns trotz des Hochs und warmer Luftmassen auch tagsüber teilweise kühl und neblig bleibt, wird immer wieder gestellt. Sie soll im Folgenden von den Meteorologen des privaten Wetterdienstes meteoXpress Ltd. in Oppenheim/Rhein beantwortet werden.
Nebel ist sichtbar gewordener, kondensierter Wasserdampf, gewissermaßen eine aufliegende Wolke. Die relative Luftfeuchte beträgt 100%, die Luft ist gesättigt und kann damit keinen Wasserdampf mehr aufnehmen.
Er entsteht, wenn sich in den nun immer länger werdenden Nächten feuchtwarme Luft, die vor einer Woche aus dem östlichen Mittelmeerraum zu uns geströmt war, durch die nächtliche Abstrahlung, den Energie- bzw. Wärmeverlust an der Erdoberfläche, stark abkühlt.
Weil aber kühlere Luft deutlich weniger Wasserdampf aufnehmen kann, wird dieser in Form von Nebel sichtbar. Bis zum Morgen hat sich in Bodennähe eine sogenannte feuchtkalte Grundschicht und eine bodennahe Inversionsschicht gebildet, während die eingeflossene warme Luft im Rahmen ihres Absinkvorgangs (im Hochdruckgebiet) auf Höhen um 1000 Meter zurückgedrängt wird und sich nicht mehr bis zum Boden durchsetzt.
Mit jedem Tag in Richtung Winter und dem dadurch zunehmenden Strahlungsdefizit tut sich nun die Sonne immer schwerer, diese Inversionsschicht im Tagesverlauf aufzulösen und mit der trockenwarmen Luft darüber zu durchmischen, wenn ihr nicht auffrischender Wind zuhilfe kommt. Das liegt sowohl an der kürzeren Sonnenscheindauer als auch an der geringeren Kraft durch den sinkenden Auftreffwinkel auf der Erde und die damit deutlich sinkende Energiezufuhr pro Flächeneinheit.
Im Gegenteil:
Mit jedem Tag verschärfen sich solche Gegensätze eher noch und die Chancen für die Sonne sinken, wenn sich erst einmal der Nebel festgesetzt hat und tagsüber nicht mehr auflöst. Zuweilen bildet sich an der Unterseite dieser Absinkinversion eine Hochnebelschicht in rund 500 bis 1000 Meter ü. NN. aus, vor allem im Winter.
Im Moment kann die Sonne zumindest vielerorts noch für Nebelauflösung im Tagesverlauf sorgen und so die Ausbildung einer großflächigen bodennahen Inversionsschicht von ein paar hundert Meter Mächtigkeit im ganzen Land verhindern - im November aber meist nicht mehr.
Bis zum nächsten Mal,
Udo Baum, Meteorologe bei meteoXpress
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Herr Florian Hirschmann
meteoXpress Ltd.
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