(openPR) Die Berufsförderungsgesellschaft des baden-württembergischen Stuckateur-Handwerks beteiligte sich an der Berufsorientierung in der Bildungsakademie der Handwerkskammer Stuttgart in Weilimdorf.
Spätestens gegen Ende ihrer Schulzeit stellt sich für alle Schülerinnen und Schüler die Frage nach dem künftigen beruflichen Werdegang. Bei den derzeit in Deutschland angebotenen 350 Ausbildungsberufen ist das für Schüler, Eltern und Lehrer sicher kein leichtes Unterfangen. Wodurch kann man sich aber einen Überblick verschaffen? -
Die Bildungsakademie der Handwerkskammer Stuttgart ermöglicht derzeit 200 Schülern von sechs Haupt-, Werkreal- und Realschulen aus der Region ein insgesamt zweiwöchiges Berufsorientierungspraktikum.
Das Projekt ist in zwei Abschnitte unterteilt. Der erste Teil dauert eine Woche und richtet sich an Achtklässler. Dabei können sie in zehn verschiedene handwerkliche Berufsfelder hineinschnuppern und ihre eigenen Fähigkeiten und Talente testen. So lernen sie nicht nur den Beruf des Kfz-Mechatronikers kennen, sondern schnuppern beispielsweise auch in die Tätigkeiten von Installateuren, Buchbindern, Zahntechnikern oder Stuckateuren hinein. Im zweiten Teilabschnitt, der in der neunten Klasse stattfindet, können sich die Schüler dann für drei der Berufsfelder entscheiden, die sie am meisten interessieren und vertiefen damit ihr Wissen über diese Berufe. Für den Stuckateur-Beruf wird diese vertiefende Berufsorientierung im Herbst in der überbetrieblichen Ausbildungsstätte in Leonberg stattfinden.
In der extra eingerichteten Stuckateur-Werkstatt hatten die Schülerinnen und Schüler Gelegenheit, verschiedene Gipsmodelle wie Pflanzen, Putten und Herzen, aber auch das Stuttgarter Rössle in Silikonformen zu gießen. Ausbildungsmeister Jochen Drescher erläuterte den fasziniert zuhörenden Schülern, warum die Abformungen beim aushärten warm werden. Aber auch das Thema Energieeinsparung spielte bei der Vorstellung des Berufsbildes eine wichtige Rolle: der Stuckateur-Meister unterstrich die Schlüsselrolle von energetischen Sanierungen für die Umsetzung der eingeläuteten Energiewende.
Julia Mihajlovski von der Handwerkskammer Stuttgart, für die Durchführung des Gesamtprojektes verantwortlich, ist sich sicher, dass es den Schülern durch die Berufsorientierung leichter fällt, den Übergang von der Schule in einen passenden Beruf zu meistern. Wer sich intensiv mit seiner Berufswahl beschäftigte, sei später weniger gefährdet, die Ausbildung abzubrechen.












