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Jeder zweite Arbeitnehmer ist erheblich gestresst

Bild: Jeder zweite Arbeitnehmer ist erheblich gestresst

(openPR) Psychologische Beratung wird immer häufiger in Anspruch genommen. Viele Berufstätige erfahren täglich Termindruck, Überstunden und zu wenig Anerkennung. Die jährliche Umfrage "Gute Arbeit" des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) hat dies erneut bestätigt. Die Befragung von über 6000 Teilnehmern aus verschiedenen Branchen ergab aktuell, dass mehr als die Hälfte der Beschäftigten (52 Prozent) sich erheblich gestresst fühlen. Etwa ein Viertel der Befragten gab an, auch in der Freizeit für die Firma erreichbar zu sein. 49 Prozent sind im letzten Jahr mindestens einmal zur Arbeit gegangen, obwohl sie sich "richtig krank" fühlten.



"Bluthochdruck, Burnout, Depression und andere Stresserkrankungen sind da nicht mehr weit", weiß Dörthe Huth aus ihren Coachings. "Grundsätzlich gibt es zwei Wege. Der eine ist, die Arbeitsinhalte und Arbeitsbedingungen besser an den Menschen anzupassen und der andere, sich als Mensch auf eine gesunde Weise den Erfordernissen anzupassen." So die Psychologische Beraterin aus Dorsten. Da kommt beispielsweise der Vertriebs-Ingenieur, der von Ort zu Ort fährt und sich dem Termindruck ganz ausgeliefert fühlt. "Eigentlich fühlte ich mich total unterfordert und lief trotzdem auf Hochtouren", sagt der 53-Jährige. "Abends konnte ich nur noch mit einem Glas Wein einschlafen und morgens kam ich einfach nicht aus dem Bett. Für meine Kinder war kaum Zeit und am Wochenende habe ich mich nur noch mit meiner Frau gestritten".

Wer die fehlende Anerkennung, schlechte Arbeitsbedingungen oder Unterforderung selbst nicht anders steuern kann, kann durch ein mentales Training dennoch viel für sich und seine Gesundheit tun, so Dörthe Huth, die seit 2001 als Heilpraktikerin (Psychotherapie) in eigener Praxis tätig ist und ein spezielles Programm entwickelt hat. Durch das Aufspüren der der kleinen und großen Stressfallen, dem Ausgleich durch Familie sowie der Anleitung zu Achtsamkeit und Meditation entsteht eine entspanntere Bewertung der eigenen Situation. Jeder Termin beinhaltet einen Rückblick auf die letzten Stresserlebnisse, die Reflektion der dazugehörigen Denkmuster und Verhaltensweisen sowie eine gesündere Sichtweise auf die Ereignisse. Durch Achtsamkeit und Meditation erfährt der Klient einen Bewusstseinszustand, in dem es leichter fällt, neue Lösungswege zuzulassen. Meist geht dies mit dem Sortieren einher, was im Leben wirklich wichtig ist.

Abschalten, Loslassen und den Augenblick zu genießen, das ist der Sinn von Achtsamkeits- und Meditationsübungen, weiß die Autorin des Buches "Lass los und werde glücklich". Durch den veränderten Bewusstseinszustand wird erfahrbar, dass es sich bei unserem Erleben nicht um absolute Wahrheiten handelt. Wer beispielsweise denkt: ich muss ja von der Termin zu Termin hetzen, es geht gar nicht anders, wird im Laufe des Coachings eine gesündere Einstellung dazu entwickeln. "Meist können Klienten schon nach zwei bis drei intensiven Coachings "umschalten" und wirken schon beim Hereinkommen viel gelassener, zufriedener und positiver", so Dörthe Huth.

Zum Coachingprogramm gehören geführte Achtsamkeits- und Meditationsübungen für die tägliche Übungseinheit zu Hause. Es ist wie bei vielen Dingen im Leben: "Ohne Übung geht es nicht", sagt Dörthe Huth, denn viele Klienten sind beruflich stark eingebunden und kommen nur etwa alle drei Wochen zu einem Intensivcoaching. Für die Wirksamkeit von Achtsamkeits- und Meditationsübungen gibt es zunehmend wissenschaftliche Belege. Kernspinuntersuchungen in den USA haben sogar gezeigt, dass Meditationspraktiker eine auffällig dickere Hirnrinde (Kortex) haben als andere Personen.

Mehr zu Dörthe Huth und ihrer Arbeit: http://www.doerthe-huth.de

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