(openPR) Intensive Computer-Nutzung kann zu Schäden führen, die Suchtgefahren sind hochriskant. So folgenschwer die Problematik bei einer Minderheit sein kann, so erfreulich ist der Effekt bei einer Mehrheit: "Jungen, die den Computer intensiver nutzen, verbessern sich in ihren Befindlichkeitswerten meist nachhaltig", stellten Klaus Boehnke, Thomas Münch und Dagmar Hoffmann in einer Längsschnittstudie mit 393 Jugendlichen fest.
Im Gegensatz dazu zeigen Jungen, die intensiv Musikmedien (CDs/MCs, Radio) nutzen, eher psychosomatische Beschwerden. Daher geht der Konsum dieser Medien tendenziell zurück - ähnlich wie die Lektüre von Büchern und Zeitschriften.
Die Wissenschaftler nehmen an, dass die engagierte Beschäftigung mit dem Computer Heranwachsenden hilft, die Herausforderungen der persönlichen Entwicklung und des Erwachsenwerdens besser zu bewältigen:
- Die Technik-orientierte Tätigkeit entspricht dem klassischen Männlichkeits-Stereotyp. Daher profitieren Mädchen auch deutlich seltener von einer Beschäftigung mit dem Computer.
- Der Computer lässt sich als interaktives Tool nutzen. Die Kommunikationsmöglichkeiten lassen sich in einer mittelbaren, vorsichtigeren, unkonventionelleren Form und einem potentiell weltweiten Ausmaß gestalten. Online sind daher die Entlastungs- und Externalisierungschancen außergewöhnlich groß.
K. Boehnke, Th. Münch, D. Hoffmann: Mediennutzung und psychische Gesundheit im Jugendalter. In: Schütz, Habscheid, Holly, Krems, Voss (Hrsg.): Neue Medien im Alltag - Befunde aus den Bereichen Arbeit, Lernen, Freizeit. Pabst, Lengerich/Berlin/Wien, 320 Seiten, ISBN 978-3-89967-238-1










