(openPR) „Heute haben wir den Architektenentwurf für unseren Neubau in Rutesheim ausgewählt“ begrüßte Wolfram Kümmel, Hauptgeschäftsführer des Fachverbands der Stuckateure für Ausbau und Fassade, die Landtagsabgeordnete Sabine Kurtz, die als ordentliches Mitglied auch dem Ausschuss für Kultus, Jugend und Sport sowie dem Ausschuss für Wissenschaft, Forschung und Kunst angehört. Begleitet wurde Kurtz bei ihrem Besuch im Kompetenzzentrum für Ausbau und Fassade von CDU-Gemeinderäten aus Rutesheim. Die CDU-Politiker wollten sich über die Angebote des Kompetenzzentrums, das Handwerksbetriebe u.a. bei der Aus- und Weiterbildung von Stuckateuren, Trockenbauern und Malern unterstützt, informieren. Bei der Gelegenheit konnte ihnen Wolfram Kümmel das Bauvorhaben auf dem Nachbargrundstück vorstellen. Denn der Landesverband der Stuckateure hat sich entschlossen, seine Kräfte in Rutesheim zu bündeln. Den Standort in Stuttgart wird der Verband aufgeben und seine Zentrale in Rutesheim errichten. Reinhart Boehm, Christina Almert und Bärbel Winter sagten die Unterstützung der CDU-Gemeinderatsfraktion zu.
Beim Rundgang durch das Kompetenzzentrum in der Siemensstraße erläuterte Stuckateurmeister Jürgen Kunkel die verschiedenen Angebote des „Komzet“: „Unsere Berufsgruppe ist mittlerweile spezialisiert auf energetische Sanierung, barrierefreie Modernisierung, gesundes Wohnen und natürliche Baumaterialien aus der Region“. Nicht jeder Handwerksbetrieb könne sich dieses Know how selbst erarbeiten. Das Kompetenzzentrum verstehe sich als Dienstleister und Unterstützung der Handwerksbetriebe und biete Fortbildungen und Fachschulungen an. Ein Schwerpunkt liegt in der Ausbildung. „Wir haben mittlerweile über 100 Azubi-Trainer, die unsere Mitgliedsbetriebe bei der Ausbildung unterstützen" führte Kunkel weiter aus. Einen Teil der Lehrlingszeit verbringen die Jugendlichen in der überbetrieblichen Ausbildungsstätte (ÜBA) in Rutesheim oder in Leonberg, wo sie in modernst ausgestatteten Werkstätten mit neuen Materialien und Techniken geschult werden. „Nicht jeder einzelne Betrieb kann alles vorhalten, was für unseren anspruchsvollen Beruf in der Ausbildung erforderlich ist“, erläuterte Kunkel das Prinzip der überbetrieblichen Ausbildungsstätte.
Um die wichtigen Fachkräfte auch für die Zukunft zu bekommen, werden im Kompetenzzentrum Schulungsunterlagen entwickelt, mit denen die in der Innung organisierten Stuckateurbetriebe im Rahmen einer Bildungspartnerschaft als „Experte im Unterricht“ an allgemeinbildenden Schulen im Rahmen des Lehrplans einzelne Unterrichtsbausteine übernehmen können.
Speziell für Schulabgänger mit Abitur bzw. Fachhochschulreife wurde gemeinsam mit der Hochschule Biberach und der Berufsschule in Leonberg ein Studienmodell Dual entwickelt. Bei diesem Modell wird die handwerkliche Stuckateurausbildung mit einem Bachelorstudium zum Ingenieur Gebäudeklimatik kombiniert. So kann man es in fünf Jahren zum Meister und gleichzeitig zum Bachelor bringen, was vor allem für Führungskräfte immer wichtiger wird.













