(openPR) Darmstadt – 15. Mai 2012: Seit 10 Jahren haben deutsche Arbeitnehmer und Beamte jetzt die Möglichkeit, per Riester-Rente staatlich gefördert für das eigene Alter vorzusorgen. Fast 15 Millionen Menschen haben dies genutzt. Rund 37 Milliarden Euro wurden bisher angespart. Eine echte Erfolgsgeschichte also. Doch wer das von der Politik als Allheilmittel für die private Vorsorge gepriesene Instrument im Lichte der aktuellen Entwicklung betrachtet, kommt zwangsläufig zu einer etwas differenzierteren Sicht der Dinge. „Auch bei staatlich erfundenen Konstruktionen ergibt sich die zu erwartende Rendite eben aus dem Inhalt und nicht aus der hübschen Verpackung. Entsprechend enttäuschend wird der Beitrag zur Finanzierung des eigenen Ruhestands ausfallen“, zieht Christoph Leichtweiß, Finanzexperte der auf Finanzmarktthemen spezialisierten Beratungsgesellschaft YPOS Consulting, Bilanz.
Ein Grund ist die vom Gesetzgeber geforderte Garantie zur Fälligkeit der Verträge. „Dies führt dazu, dass auch bei kapitalmarktorientierten Anlagestrategien nur ein relativ geringer Anteil in wachstumsorientierte Vermögensklassen fließt. Das hat in dem aktuellen Niedrigzinsumfeld – das uns noch etliche Jahre erhalten bleiben wird – natürlich dramatische Folgen für die Renditeerwartung“, warnt Leichtweiß. Ergänzt um Produktkosten und implizite Kosten für die Übernahme des Langlebigkeitsrisikos durch einen Versicherer reduziere sich die individuelle Rendite weiter, erläutert Leichtweiß. Abschließend sorgen dann die nachgelagerte Besteuerung und die Inflation für eine ausgesprochen magere reale Nettorendite.






