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Aufpolierte Renditen für Riester-Fondsrente

Bild: Aufpolierte Renditen für Riester-Fondsrente

(openPR) LV-Doktor fordert Angabe effektiver versicherungs- und fondsbedingter Kosten bei Fondspolicen, um Tricksern das Leben zu erschweren

Es ist dem Handelsblatt und seinem Redakteur Thomas Schmitt aus Düsseldorf zu verdanken, dass er potentielle Nutzer der Riester-Fondsrente auf Ungereimtheiten hinsichtlich der möglichen Renditen aufmerksam macht. Dabei beschreibt Schmitt, dass viele Beispielrechnungen von fondsgebundenen Rentenversicherungen unrealistisch und damit falsch sind. Möglich wird dies durch die Tricks, die einige Anbieter hinsichtlich der Darstellung nutzen. „Die Darstellung der Renditen hat dabei wenig zu tun mit den tatsächlich erwirtschafteten Ergebnissen“, meint Jens Heidenreich vom LV-Doktor, einem Projekt der proConcept AG.



Als eines der Negativbeispiele geht Schmitt im Handelsblatt auf den Volkswohl Bund ein, der mit seinem Angebot zwar auf den Spitzenplätzen in einem von Morgan & Morgan erstellten Vergleich liegt. Dies habe jedoch wenig mit den wirklich realistischen Ergebnissen des Volkswohl Bundes zu tun. Dabei wendet die „Volksversicherung“ einen offensichtlich erlaubten Kniff an, den sie auch offen gegenüber ihren Maklern kommuniziert: „Auch unsere fondsgebundenen Riester-Renten erhalten ab sofort einen jährlichen Überschuss in Höhe von 0,65 des vorhandenen Fondsguthabens. Die prognostizierte Leistung erhöht sich somit um fast 10 Prozent.“ Genau genommen handelt es sich dabei um eine ansonsten in der Kapitalanlagenbranche verbotene Form eines Kick-backs. „Hier passiert nichts anderes, als dass die Investmentfondsgesellschaft die Kosten für Managementleistungen in Form von Rückzahlungen der Versicherungsgesellschaft zuschreibt, damit diese ihre möglichen Renditen aufpolieren kann“, erklärt der Versicherungsspezialist Heidenreich vom LV-Doktor. Dabei zeigt sich eine besondere Schwierigkeit in der Beurteilung von Riester-Fondsrenten: Während die Kosten des eigentlichen Versicherungsmantels noch auszuweisen sind, u.a. weil dies auch gesetzlich verlangt wird, verstecken viele Versicherer die Kosten der Managementgebühren in der Investmentfondsanlage und können über diesen Weg Kick-back-Zahlungen generieren. Genau genommen hat dies für den möglichen Kunden einer Riester-Fondsrente einen entscheidenden Nachteil: Danach können die Versicherer am ehesten Pseudorenditen in den Versicherungsvertrag „einplanen“, wenn sie sich an Investmentfonds beteiligen, die möglichst hohe Managementgebühren haben. „Getreu dem Motto, je höher die Managementgebühren, umso höher das Kick-back, wird der Markt damit pervertiert“ - so die Meinung von LV-Doktor. Der Kunde hat hierbei das Nachsehen: Die mehr als 60-seitigen Versicherungsbedingungen lassen ihm in der Regel keine Möglichkeit zu erkennen, welche tatsächlichen Kostenstrukturen sein Versicherungsprodukt hat. Und so kommt Schmitt auch zu dem deutlichen und umso ehrlicheren Ergebnis, dass der Kunden dem Grunde nach keine Chance hat, denn ob er das Geld irgendwann einmal sieht, ist – so Schmitt – „völlig offen“. Auch Jochen Ruß, Geschäftsführer am Institut für Finanz- und Aktualwissenschaften, „kennt diese und weitere Tricks“, so das Handelsblatt. Sie seien immer häufiger anzutreffen. Ruß fordert – wie andere auch – sinnhafte Modellrechnungen, die diese angesprochenen Kosten berücksichtigen. Bislang hat sich die Versicherungsbranche noch massiv dagegen verwehren können – ganz zum Schaden der Kunden, die immer noch nicht wissen, woran sie sich eigentlich beteiligen. Und für den LV-Doktor Chef Jens Heidenreich ist klar, dass Versicherte nur dann einen Durchblick bekämen, wenn es für die Versicherungswirtschaft ähnliche Voraussetzungen gäbe wie für Banken. Danach müssen bei Bankkrediten alle wesentlichen Kosten angegeben und berücksichtigt werden und führen so zum so genannten effektiven Jahreszins. „Ein effektiver Kostensatz unter klaren Vorgaben und vor allem unter Berücksichtigung der versicherungsbedingten wie der fondsbedingten Kosten würde die Versicherungswirtschaft zwingen, zumindest bei Fondspolicen endlich weitestgehende Transparenz zu schaffen und damit zu verhindern, dass die schlechteren Anbieter aufgrund von Tricks wie die besseren dastehen“, erklärt Heidenreich.

Weitere Informationen unter: www.proconcept.ag

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