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Das Kopfkissen als Alternative zur versicherungsförmigen Riester-Rente

(openPR) BdV dokumentiert negative Renditen der versicherungsförmigen Riester-Rente

Bereits in Hochzinsphasen haben sich Lebens- und Rentenversicherungen als renditeschwache, kostenträchtige und damit zur Altersvorsorge ungeeignete Produkte offenbart. Nach Ansicht des Gesetzgebers und der Versicherungswirtschaft sollen Sparer*innen über Versicherungsverträge dennoch besonders sicher für das Alter vorsorgen können. Der Bund der Versicherten e. V. (BdV) hat auf Grundlage von durch Finanztest erhobenen Werten nachgerechnet und kommt zu einem Ergebnis, das viele Sparer*innen entsetzen dürfte: unter Renditegesichtspunkten sind die garantierten versicherungsförmigen Riester-Renten noch schlechter, als wenn sie ihre Eigenbeiträge unterm Kopfkissen sparen. „Betrachtet man die versicherungsförmigen Riester-Renten unter dem Gesichtspunkt der garantierten Leistungen, so sind Verluste in allen Fällen vorprogrammiert“, so Axel Kleinlein, Vorstandssprecher des BdV.



Im Rahmen einer Kurzstudie hat der BdV untersucht, welche Renditen von derzeit angebotenen versicherungsförmigen Riester-Renten als garantierte Leistungen zu erwarten sind, d. h. wie erfolgreich die Versicherer mit dem Geld mindestens wirtschaften, das sie von den Riester-Sparer*innen und Steuerzahler*innen bekommen. Dabei wurde neben der „erzielten Rendite“ auch die „gefühlte Rendite“ ermittelt, bei der der vermeintliche wirtschaftliche Erfolg auf die Eigenbeiträge ausdrücklich den Subventionseffekt als Rendite-Erfolg beinhaltet. Zusätzlich wurde errechnet, wie sich die Alternativanlage „unter einem Kopfkissen“ entwickeln würde, würden während des Sparens die eingehenden Gelder unter ein Kopfkissen gelegt und später die festen monatlichen Beträge als Rentenersatz herausgenommen. Grundlage sind von Finanztest erhobene und in der aktuellen Ausgabe (Februar 2019) veröffentlichte Werte zu Rentenhöhen klassischer Riester-Renten.

Unabhängig von Anspardauer, Geschlecht und Variante sind die „erzielten“ Renditen der am Markt erhältlichen Riester-Produkte stets negativ. So erzielt die höchste Rente für eine Frau nach einer Anspardauer von 12 Jahren eine Negativ-Rendite von -0,9%, nach 20 Jahren Anspardauer -0,8 % und nach 40 Jahren -0,3%. Für den Mann liegt die erzielte Rendite in den gleichen Ansparzeiträumen bei -2,5%, -2,00% bzw. -0,9%. Sie fällt bei Männern durchweg deutlich geringer aus als bei Frauen. „Die Negativrenditen zeigen, dass das Vorsorge-Geld am Schluss in anderen Kassen landet als in der Riester-Rente“, erläutert Versicherungsmathematiker Kleinlein.

Die „gefühlten Renditen“ sind zwar durchweg höher als die tatsächlich „erzielten Renditen“, bleiben bei den untersuchten Varianten jedoch weiter fast immer negativ. Lediglich bei Frauen sind nur bei einigen höheren Renten leicht positive Werte zu verzeichnen. Kleinlein warnt jedoch vor der Verwendung dieser Werte: „Die gefühlten Renditen sind Kampfwerte, mit denen Versicherer die steuerliche Förderung als eigenen Erfolg umdeuten wollen.“ Finanzmathematisch gehen bei dieser Berechnung die Zulagen fälschlich so ein, als wären sie von den Versicherern als Zusatzrendite erwirtschaftet worden.

Würde man die Eigenbeiträge stattdessen unterm Kopfkissen sparen, müssten die Sparer*innen stets überdurchschnittlich alt werden, um das Kopfkissen zu schlagen. Je nach Konstellation sind zum Zeitpunkt der durchschnittlichen Lebenserwartung noch erhebliche Werte unterm Kopfkissen. „Die Vertriebs- und Anlagestrategien der Versicherer sind bei der Kalkulation der Garantien offensichtlich nicht so ausgegoren wie das Kopfkissen“, erläutert Kleinlein.
Würden die Sparer*innen nur die Eigenbeiträge unter ein Kopfkissen legen, ohne Zulagen ansparen und dann einen monatlichen Beitrag, der der garantierten Rente aus dem Riester-Rentenversicherungsvertrag entspricht, unter diesem Kopfkissen herausnehmen, so würde dieses „zulagenfreie Kopfkissen“ bei den Männern in allen Konstellationen und bei den Frauen in fast allen Konstellationen ausreichen, um eine Rente in Höhe der Riester-Renten auszahlen zu können - unterstellt man eine durchschnittliche Lebenserwartung.

„Die Versicherungsunternehmen sind nicht in der Lage, erfolgreich mit den anvertrauten Werten der Kundinnen und Kunden zu arbeiten“, so das Fazit Kleinleins. „Das ist eine sehr bittere Bilanz für Riester-Versicherungskundinnen und -kunden, aber auch für die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler.“
Die Studie kann auf der BdV-Website abgerufen werden.

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