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STANDARDS ZUR KUNSTAUTHENTIFIZIERUNG

(openPR) Die Ereignisse im Kunstmarkt haben in letzter Zeit die Bedeutung des Originals und seine Erkennbarkeit vermehrt in den Fokus der Aufmerksamkeit gerückt. Die Veranstaltungsreihe KUNSTAUTHENTIFIZIERUNG der GMP MÜNCHEN stellt daher innovative Technologien vor, welche geeignet sind die Originaleigenschaft von Kunstwerken zu überprüfen und somit das Urteil von Sachverständigen und Experten abzusichern. Im Rahmen des Symposiums am 20. April in Köln zusammen mit dem KUNSTHAUS LEMPERTZ wurden verschiedene Technologien mit ihrem Wirkungsradius erläutert und der thematische Kontext ihres Einsatzbereiches ventiliert.


Der Fälschungsskandal Beltracchi hat das Vertrauen des Kunstmarktes in seine Sicherungssysteme nachhaltig erschüttert. Bisherige Parameter wie Sachverständigenurteile, Provenienznachweise oder bestimmte naturwissenschaftliche Untersuchungsmethoden haben sich als nicht ausreichend in der Beantwortung der Frage „Original oder Fälschung?“ erwiesen.
Daher lenkt die Frage nach Verbesserung der Sicherheitssysteme und einem allgemein gültigen Standard für die Erstellung von Expertisen den Blick auf innovative Technologien, welche in anderen Branchen – wie der Pharma-, Automobil- oder Textilindustrie – bereits zum Schutz vor Plagiaten und Produktpiraterie eingesetzt werden.
Wie sehen verbindliche Standards für die Zukunft aus? Was umfasst die Sorgfaltspflicht der Akteure? Was können naturwissenschaftliche Untersuchungen für die Bildende Kunst leisten? Und: Wie nützlich ist der Know-how-Transfer der innovativen Technologien für die Kunstbranche? Dies waren die thematischen Kernpunkte, welche auf dem Symposium – moderiert von Gisela Upmeyer, Geschäftsleiterin GMP MÜNCHEN – von Juristen, Naturwissenschaftlern, Ingenieuren und Kunstexperten mit einem interessierten Fachpublikum diskutiert wurden.
LEMPERTZ – neben anderen internationalen Auktionshäusern, Galerien, Museen und Experten vom Fälscherskandal betroffen – hat sich der Thematik angenommen und für das Symposium als Gastgeber zur Verfügung gestellt um zukünftige Rahmenbedingungen mitzuprägen. Dr. Takuro Ito, Mitglied der Geschäftsführung, begrüßte in diesem Sinne die rund 100 Gäste und betonte den konstruktiven Blick in die Zukunft.
Ein Zeichen ist hier bereits gesetzt: Seit letztem Jahr gibt es ein von LEMPERTZ finanziertes Forschungsprojekt zusammen mit dem INSTITUT für RESTAURIERUNGS- und KONSERVIERUNGSWISSENSCHAFT (CICS) der FACHHOCHSCHULE KÖLN. Mittels einer Technik zur Röntgenfluoreszenzanalyse (RFA), die auf röntgenspektographischer Basis zerstörungsfrei Farbpigmente untersucht, können an wertvollen Kunstwerken Materialuntersuchungen vorgenommen werden, welche Auskunft darüber geben, ob die Farben zum angegebenen Zeitpunkt schon zur Verfügung standen. Zwei untersuchte Gemälde konnten auf diese Weise inzwischen als Fälschungen enttarnt werden.

Juristische Aspekte bezogen auf die Problematik des Originalwerks, seiner Bestätigung durch Sachverständigengutachten und den Einsatz von Technologien zur Überprüfung erörterten Juristen auf dieser Veranstaltung.
Nach ihrer Meinung werden neben der kunsthistorischen Zuordnung und Bewertung die naturwissenschaftlichen Untersuchungen von Kunstwerken eine zunehmend größere Rolle spielen.
Die heute noch üblichen Standards genügen ihrer Meinung nach nicht, um den Sorgfaltspflichten der Akteure im Kunstmarkt zu entsprechen. Zukünftige Standards sollten verschiedene verbesserte Aspekte beinhalten, wobei der Ausgangspunkt auch für die technologische Untersuchung von Kunstwerken weiterhin die kunstwissenschaftliche Analyse eines Kunstwerkes durch einen Experten sein werden. Aber es müsse dem Kunsthistoriker klar sein, wo seine Grenzen liegen, und er müsse bei Zweifeln die Empfehlung aussprechen, ein Labor hinzuzuziehen, denn Expertisen schaffen Werke, sie können sie aber auch vernichten. Anforderungen an die Person des Sachverständigen liegen in seiner Kompetenz und Unabhängigkeit.
Von den technischen Sicherungssystemen ist das mit der Laseroberflächenscannung arbeitende Produkt ProteXXion®, welches Dipl.-Ing. Randolf Migulla, Geschäftsführer der M:IT Services, Düsseldorf, von BAYER TECHNOLOGY SERVICES in Lizenz hat, bereits auf dem Markt. Diese Technologie arbeitet zerstörungsfrei, da das Material nicht bearbeitet oder gekennzeichnet wird, sondern die natürliche individuelle Oberflächenstruktur eines Gegenstands erkannt und somit das Objekt selbst zur Markierung wird. Mit IBM im Hintergrund möchte er ein „Grundbuch der Kunst“ erstellen, indem Kunstwerke auch im positiven Sinn zur kontrollierten und autorisierten Überprüfung registriert werden. Ko-Referent Marek Claassen, Direktor von ARTFACTS.NET, Berlin, sprach sich im Sinne des Informationszeitalters ebenfalls für eine notwendige Transparenz des Kunstmarktes aus. Das Auditorium hatte die Gelegenheit, das Gerät im Einsatz zu sehen.
Allerdings erübrigt diese Technologien keine Erstuntersuchung zur Bestimmung eines Originals. Aber nach dieser Definierung eines Werkes können sie durch Oberflächenscannung (Fingerabdruck) dessen eindeutige und fälschungssichere Authentifizierung jederzeit gewährleisten. Sie begleiten Kunstwerke so auf ihrem „Lebensweg“ und sind von besonderem Interesse bei Orts- und Besitzerwechsel, wenn man sicher gehen möchte, dass es sich – noch immer oder wieder – um das Original handelt.
Eines ist auf dem Symposium deutlich geworden: Bei aller den Kunstmarkt auszeichnenden Diskretion muss die damit verbundene Intransparenz mit Verlässlichkeit gepaart werden. Die Forderung nach verbindlichen Standards und Überprüfbarkeit ist artikuliert, Technologien sind zum Einsatz bereit. Fehlt nur noch die Verknüpfung.

Weitere Informationen stehen auf der Homepage der GMP zur Verfügung.

http://www.gmp-muenchen.de

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