(openPR) Dresden, 26. April 2012
Die Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie am Krankenhaus Dresden-Friedrichstadt wurde unter der Leitung von Prof. Dr. Helmut Witzigmann von der Deutschen Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie als Kompetenzzentrum für Erkrankungen der Leber zertifiziert.
„Mit der Zertifizierung beweisen wir eine qualitativ hochwertige Versorgung unserer Patienten sowohl in interdisziplinären Strukturen als auch mit niedergelassenen Medizinern. Wir schlagen damit einen richtungsweisenden Weg in der Diagnostik und Therapie von gut- und bösartigen Tumoren der Leber und der Gallenwege und anderen akuten und chronischen Lebererkrankungen ein“, erläutert Prof. Dr. Helmut Witzigmann, Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie am Krankenhaus Dresden-Friedrichstadt.
Jedes Jahr erkranken rund 6 000 Menschen in Deutschland an Leberkrebs. Zusätzlich sind mehr als 20 000 Menschen von Tochtergeschwülsten in der Leber, den sogenannten Lebermetastasen, beispielsweise bei Darmkrebs betroffen. Viele dieser Erkrankungen sind heilbar, wenn sie in einem frühen Stadium erkannt und behandelt werden. In der Zusammenarbeit unterschiedlicher medizinischer Fachdisziplinen liegt die Chance, den Patienten mit diesen Erkrankungen die beste Therapie zukommen zu lassen. „Die Voraussetzungen dafür existieren am Krankenhaus Dresden-Friedrichstadt“, betont Prof. Witzigmann. „Wie auch bei anderen Krebsarten wird die Behandlung immer differenzierter und erfordert eine enge Zusammenarbeit von internistischen Onkologen und spezialisierten Chirurgen, Radiologen, Strahlentherapeuten und Pathologen und somit eine intelligente Verbindung moderner Therapiemöglichkeiten“, so der Professor. „Im Rahmen unserer wöchentlichen interdisziplinären Tumorkonferenz, an der auch externe Kooperationspartner teilnehmen, entscheiden wir gemeinsam über die optimale Behandlungsstrategie für diese Patienten“, berichtet er.
Der größtmögliche Behandlungserfolg basiert auf strengen Qualitätskriterien. Mehr als 30 große Leberoperationen im Jahr durch speziell ausgebildete Chirurgen, eine Obergrenze für die Komplikationsrate, die vor- und nachtherapeutische Vorstellung aller Patienten in einer interdisziplinären Tumorkonferenz sowie die Durchführung eines regelmäßig tagenden Qualitätszirkels sind entscheidende Maßgaben für die Zertifizierung. Alle Daten müssen in einer professionellen Tumordatenbank erfasst und ausgewertet werden.
Niedergelassene Ärzte und Kliniken in Sachsen vertrauen auf die sehr guten Behandlungsergebnisse der Friedrichstädter Mediziner. „Immer mehr Patienten mit komplexen Lebererkrankungen werden von den Kollegen in unsere Klinik zur Behandlung überwiesen“, stellt Prof. Witzigmann fest.




