(openPR) „Zahnmaterialien, Implantate und wurzelgefüllte Zähne können zu erheblichen und langwierigen Erkrankungen führen, wenn eine Unverträglichkeit gegen die verwendeten Stoffe besteht“, erläutert Dr. Hiltrud Boeger, Zahnärztin aus Düsseldorf.
Der Mund ist das Tor zur Gesundheit. Das ist keine Binsenweisheit, sondern medizinisch nachweisbar. Schließlich können kranke Zähne dem Körper viel Schaden zufügen – von Haut-Ekzemen bis zu Rheuma oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Doch nicht immer sind die Zähne an sich Schuld an solchen (vielfach entzündlichen) Leiden. „Besonders bei empfindlichen Menschen können Zahnmaterialien, Implantate und wurzelgefüllte Zähne zu teilweise erheblichen und langwierigen Erkrankungen führen, wenn eine Unverträglichkeit gegen die genutzten Stoffe besteht“, erläutert Dr. Hiltrud Boeger, Zahnärztin aus Düsseldorf und spezialisiert auf ganzheitliche Zahnmedizin. Denn es sei häufig der Fall, dass Patienten auf Materialien, die beispielsweise für Füllungen verwendet werden, allergisch seien, ohne es zu wissen. „Das kann Amalgam, das können aber auch Kunststoffe sein.“
Das Problem bei diesen Unverträglichkeiten gegen Materialien, die traditionell im Mundraum eingesetzt werden – ob bei der Karies- oder Wurzelkanalbehandlung oder auch bei der Implantologie –, ist, dass der Betroffene sie nicht meiden kann, selbst wenn sie ihn krank machen. „Diese sogenannten Allergene sind ja Teil seines Körpers geworden, und dieser steht rund um die Uhr in Kontakt mit ihnen. Es kommt also ständig zu allergischen Reaktionen auf Stoffe, die sich im Mund befinden“, sagt Boeger.
Die Unverträglichkeitsreaktion in der Mundhöhle selbst ist in der Regel gar nicht oder nur minimal sichtbar. „Das liegt an der besonderen immunologischen Unempfindlichkeit der Mundschleimhaut“, sagt die Zahnärztin. Diese kommt ja allein durch die Nahrungsaufnahme permanent mit Fremdstoffen in Kontakt und darf von daher gar nicht so schnell auf fremde Reize reagieren.“ Das heißt: Wenn sich Material im Mund negativ auswirkt, dann nicht unbedingt direkt dort – das kann überall im Körper in Form von Entzündungen und anderen Erkrankungen wie Migräne oder auch Autoimmunerkrankungen sein.
Doch was tun, wenn der Verdacht besteht, dass eine Erkrankung mit Füllungen, Kronen, Prothesen und mehr zusammenhängt, weil sie sich nicht konventionell behandeln lässt? Um dies zu überprüfen, nutzt Dr. Hiltrud Boeger Blutuntersuchungen, bei denen die Ausschüttung entzündlicher Botenstoffe, sogenannter Zykotine, gemessen wird. Diese werden vom Immunsystem abgegeben, sobald sie mit einem körperfremden Stoff in Berührung kommen. Das kann der Kunststoff der Füllung sein oder auch das Titan des Implantats. Liegt die Ausschüttung der entzündlichen Botenstoffe über einem wissenschaftlich definierten Grenzwert, ist nachgewiesen, dass das getestete Material an der Entzündung beteiligt, wenn nicht gar dafür verantwortlich ist.
Der entscheidende Vorteil dieses Testverfahrens ist, dass es nicht nur auf Materialien angewendet werden kann, die bereits im Mund verarbeitet worden sind, um nachträglich auf Unverträglichkeiten zu reagieren. „Ich teste bereits vor der Behandlung meine Patienten auf alle Materialien, die bei der Behandlung in Frage kommen. So kann ich mit hoher Sicherheit vorhersagen, was der Patient verträgt – und was eben nicht. Ich minimiere also das Risiko, mit falschen Materialien die Gesundheit zu beeinträchtigen“, sagt Dr. Hiltrud Boeger. „Das ist für mich eine ganzheitliche Form der Vorsorge und Behandlung.“








