(openPR) Oberhausen, 20. April 2012. Sich auf den Weg machen, seine eigene Krankheit annehmen, auf einen Gipfel steigen und dort merken, dass man „über den Berg“ ist. Das Gefühl der mentalen Stärke und inneren Kraft, die zwischenzeitlich als abhanden gekommen galt, wiederzufinden: Diese bedeutende Erfahrung durften zehn Brustkrebs-Patientinnen des BrustZentrums MülheimOberhausen (BZMO) im September 2011 erleben. Das BZMO ist ein gemeinsames Zentrum der evangelischen Krankenhäuser in Oberhausen und Mülheim. Zusammen ermöglichten die Kliniken des EKO. und des EKM das Wanderprojekt "Über den Berg zwanzigelf". Die Frauen zwischen 45 und 60 Jahren wanderten sieben Tage in den Alpen. Jede der Teilnehmerinnen bestieg auf ihrem individuellen Weg am Ende der Reise, glücklich und dankbar, einen symbolischen Gipfel.
Sporttherapeut Dirk Borow bereitete die Frauen in einer dreimonatigen Trainingsphase auf die Wanderung vor. Anke Pollmanns, Oberärztin am Evangelischen Krankenhaus Oberhausen, begleitete die Gruppe im Training und im Kleinwalsertal. Für die Konzipierung und Durchführung des Wanderprojektes "Über den Berg zwanzigelf" wurde Astrid Schulz, Mitarbeiterin der Pflege- und Sozialberatung am Evangelischen Krankenhaus Mülheim, stellvertretend für das BZMO im Rahmen des Deutschen Krebskongresses 2012 der "Prix Pierre Denoix" in Berlin überreicht. Der Preis wird jährlich von der Pierre Fabre Onkologie verliehen. Die mit 5.000 Euro dotierte Auszeichnung erhalten Menschen, die sich über das normale Maß und über berufliche Notwendigkeiten hinaus Krebspatienten widmen und sich für den Erhalt und die Verbesserung ihrer Lebensqualität engagieren.
„Über den Preis für unser Projekt freuen wir uns sehr – er unterstreicht die Bedeutung von körperlicher Bewegung und mentalem Gesundheitstraining für Krebspatientinnen – und mit dem Preisgeld kann nun das nächste Projekt unterstützt werden. Wir möchten speziell Frauen, die durch ihre Erkrankung und deren anschließende Therapie in eine finanzielle Notlage geraten sind, die Teilnahme an dem Wanderprojekt ermöglichen“, erklärt Anke Pollmanns, stellvertretende Netzkoordinatorin des BZMO. „Projekte dieser Art existieren bereits an anderen Kliniken. Wir möchten, dass möglichst viele Patientinnen in unserem Einzugsgebiet von unserer Initiative profitieren können.“
Das Projekt wurde wissenschaftlich von der Technischen Universität Chemnitz (Fakultät für
Human- und Sozialwissenschaften) begleitet. Während der gesamten Dauer des Projektes wurden Daten zur Lebensqualität und psychischen Verfassung der Teilnehmerinnen erhoben, ebenso wie bei einer Kontrollgruppe von krebskranken Frauen aus Chemnitz, die sich nicht sportlich betätigt haben. Die Ergebnisse der Studie werden demnächst der Öffentlichkeit vorgestellt.











