(openPR) Im Mai 2012, der zum Monat der Performance Art in Berlin ausgerufen wurde, treffen wieder viele Größen der Performancekunst aufeinander, um zu begeistern und den Diskurs in der Kunst zu fördern. Nach dem Erfolg des letztjährigen Festivals HUNGER, wird auch in diesem Jahr wieder ein breites Publikum – quer durch alle Generationen – angesprochen.
Das diesjährige Internationale Performance Festival steht unter der Thematik ESCAPE, von der sich Künstler aller Spalten inspirieren lassen. ESCAPE ist ein vielschichtiger Begriff. Er kann Flucht aus der Realität, aus dem Alltag, aus einem gezwungenen Zustand symbolisieren. Er kann sich auch auf geopolitische Problematiken oder Kriegszustände beziehen. ESCAPE heißt auch Bewegung, die für Performancekunst als unabdingbares Element dient.
Mehr als 100 Berliner und internationale Künstler aus über 20 Ländern, darunter Frankreich, Italien, Spanien, Dänemark, Finnland, Südkorea, Estland, Australien, Serbien, Marokko, Taiwan, Mexiko, Israel und den USA kommen in Berlin zusammen. Das Publikum erwartet ein hochwertiges Programm und eine bunte Vielfalt – ästhetische und verstörende Aufführungen, schnelle, kurze, prägnante Acts oder sich langsam entwickelnde Bilder.
Mit Non Grata (Estland) konnte eines der international renommiertesten Künstlerkollektive gewonnen werden. Die Gruppe tritt weltweit mit ihren „Ghettomaratons“ auf und provoziert durch ihre radikale Ignoranz gegenüber der etablierten Welt der Kunst und den (Massen-) Medien.
Die Künstlergruppe des Teatro Cinque (Italien) unter der langjährigen Regie von Irina Galli präsentiert „Fabre Mots“ – Performance mit Elementen athletischen Tanztheaters in Verbindung mit Poesie und Videofilmkunst. Die Beziehungen zwischen Wort, Bild, Aktion und der Abstraktion der Geste verschmelzen zu einem außergewöhnlich expressiven Ergebnis.
Mit „A Common Chorion“ präsentieren Crystal Tits (Deutschland) ihre neue Performance. Es heisst, dass Siamesische Zwillinge mit den Augen des jeweils anderen sehen und seine Gedanken lesen können. Wo fängt der Körper des einen an und wo endet der des anderen? Wie können Menschen, deren eigene Identität mit einem eigenen Körper gekoppelt ist, dieses Phänomen verstehen?
Arianne Foks (Frankreich) präsentiert in ihrer künstlerischen Arbeit den Körper als Medium, in Beziehung zu Architektur oder den „banalen“ Dingen des Haushalts. Ihre Arbeit hinterfragt Verlangen, Lust, Identität.
Der international erfolgreiche Performancekünstler Lan Hungh (Taiwan) verbindet Elemente aus den Bereichen Musik, Installation, Video und Bildende Kunst. Seine Arbeiten führten ihn u.a. nach New York, London, Paris und Nizza, sowie zur Biennale von Venedig und New York.
Dem Streetart-Künstler SP38 (Frankreich), der das ESCAPE Logo entwarf, dienen Wände und Mauern als Ausstellungsflächen seiner Kunst. Er begleitet mit seinen performancehaften Plakataktionen das gesamte Festival, im Vorhinein, während dessen und auch noch danach – seinen Plakaten ist kein Entkommen.
Die Künstlerin Gwendoline Robin (Belgien) berührt in ihren Performances existentielle Fragen. Sie enthüllt in ihren Aktionen, die auf extremer Sensitivität beruhen, die Poesie des Augenblicks.
Die Performance "im-mer-dies-jen-seits " von Frederic Krauke (Deutschland) unter den Sounds von Mathieu Sylvestre (Frankreich) kombiniert interaktive Performance, experimentelles Theater und Noise. Kern der Handlung ist die menschliche Essenz im Umgang mit dem Körper und das Überschreiten vom Dies- zum Jenseits.
Der Bildhauer, Performance- und Installationskünstler Poul R. Weile (Dänemark) bietet seine Performance "The Art of Dying/Flying (slowly)" dar. Durch seine Arbeit spiegelt sich nicht nur die Herausforderung des Begreifens von Kunst wider, sondern vielmehr ihre Bedeutung als Raum für Kommunikation und gesellschaftlichen Diskurs.
Charakteristisch für die Arbeiten von Saskia Edens (Schweiz) ist die Auseinandersetzung mit Antagonismen. Edens interessiert sich für Themenkomplexe wie Zeit, Vergänglichkeit und Transformation und visualisiert diese Prozesse in auffälliger Weise. Ihre Kunst macht Klang, Zeit und Hitze bildlich wahrnehmbar.
Julie Jaffrenou (Deutschhland) widmet sich in ihrer künstlerischen Arbeit "Red carnation" mit Hilfe von Werkzeugen und Materialien der seelischen Diskrepanz zwischen dem menschlichen biologischen und dem durch genetische oder physische Eingriffe verformten Körper.
Der bildende Künstler und Performer Travis McCoy Fuller (USA) kombiniert live Sound Performance und live Action Performance mit Zeichnungen, Wandmalerei, Druckkunst und dem Bau von experimentellen Instrumenten. Seine Arbeiten waren bereits an vielen Orten in den USA, Europa und Südamerika zu sehen.
ESCAPE, das internationale Performance Festival vom 11. – 19. Mai in Berlin ist eine Zusammenarbeit von Open Space Berlin und den BLO-Ateliers. Das Festival wird kuratiert und organisiert von Michael Steger, Reyes Perez und Luz Scherwinski.
Weitere Infos zu den teilnehmenden Künstlern sowie das gesamte Programm im Überblick stehen online zur Verfügung unter www.openspace32.de.


















