(openPR) Darmstadt – 18. April 2012: Knapp 9 Prozent pro Jahr hat der S&P 500 Index, in dem die größten US-Aktiengesellschaften zusammengefasst sind, in der Zeit von 1990 bis 2010 durchschnittlich zugelegt. Die Privatanleger haben laut einer Studie des US-amerikanischen Researchunternehmens Dalbar in der gleichen Zeit nur ein Plus von 3,8 Prozent pro Jahr geschafft. Grund ist in erster Linie das prozyklische Verhalten der Anleger.
„Wenn die Kurse steigen, pumpen die Leute Geld in Aktienfonds. Fallen die Kurse, wird das Geld wieder abgezogen. Dieses hin und her kostet die Anleger jede Menge Rendite“, sagt Christoph Leichtweiß, Geschäftsführer des auf Finanzthemen spezialisierten Beratungsunternehmens YPOS Consulting. „Statt die einmal eingeschlagene Strategie beizubehalten, agieren viele Anleger sprunghaft und hektisch. Hier gibt es noch viel Aufklärungsbedarf“, so der Finanzexperte. Die Kostendiskussion führe in die Irre, ist Leichtweiß überzeugt: „Die Anleger haben nicht aufgrund der Kosten der Fonds eine geringere Rendite erwirtschaftet, sondern aufgrund ihres eigenen Verhaltens.“ Gerade mit Blick auf den Weltfondstag sei die Fondsindustrie hier gefordert.
„Statt immer neue Spezialfonds aufzulegen, sollten die Fondsvertreter den Anlegern besser erläutern, dass es sinnvoll ist, eine Anlagestrategie langfristig durchzuhalten“, fordert Leichtweiß. Zudem sei der Mehrwert dieser Fondsflut fraglich. „Aus Risikogesichtspunkten macht es absolut keinen Sinn, Geld in einen Fonds zu stecken, der beispielsweise in den Straßenbau in China investiert“, sagt der Finanzexperte ketzerisch. Die Korrelation zwischen den Märkten sei dafür viel zu hoch. „Wenn es kracht, dann kracht es auch bei den Spezialfonds“, ist Leichtweiß überzeugt.








