(openPR) Grundschüler wünschen sich mehr Informationen zur Ernährung /
Fast 5.000 Kinder für Elefanten-Gesundheitsstudie befragt
KÖLN/ESSEN. Kinder wollen gesund essen: Das ist ein Ergebnis der Elefanten-Kindergesundheitsstudie 2011/12“, für die das
PROSOZ-Institut für Sozialforschung – PROKIDS in Kooperation mit dem Deutschen Kinderschutzbund (DSKB) fast 5.000 Kinder befragt
hat. Weit mehr als drei Viertel der 7- bis 9-Jährigen finden es wichtig, sich gesund zu ernähren – und fast drei Viertel wünscht sich mehr Informationen darüber, was gesund ist. Doch leicht gemacht wird
Kindern der bewusste Umgang mit der Ernährung nicht.
Die Elefanten-Kindergesundheitsstudie belegt: Schon bei Grundschulkindern ist der Wissensdurst auf dem Gebiet der gesunden Ernährung groß – doch die Unterscheidung zwischen seriösen Informationen und Werbeversprechen fällt oft schwer: „Selbst Erwachsene können kaum noch beurteilen, welche Pro-dukte im Supermarkt gesund sind und welche nicht. Das hat die Debatte um die Lebensmittelampel deutlich gezeigt“, so Friedhelm Güthoff vom Deutschen Kinderschutzbund (DSKB). „Wenn Kinder mehr Wissen auf diesem Gebiet einfordern, müssen wir ihren Wunsch respektieren: Wir müssen diesen Kin-dern eine möglichst einfache, kindgerechte Orientierungshilfe geben – damit sie selbst beurteilen können, was wirklich gesund ist, statt Werbeversprechen Glauben zu schenken“, sagte der Sprecher des DKSB.
Wissen macht Kinder glücklich „Äpfel, Kirschen, Trauben, Salat, Möhren, Erdbeeren, Bananenmilch“ und „nicht so oft Schokolade“ – nach eigener Einschätzung wissen drei Viertel
aller befragten Kinder genau, was gesundes Essen ist. Je größer ihre Kenntnisse auf diesem Gebiet sind, umso besser, glücklicher und gesünder fühlen sie sich. Doch die Informationsquellen sind sehr unterschiedlich: Sehr viel zum Thema Gesundheit wissen Kinder von engen Bezugspersonen wie der Mutter (43%), dem Vater (33%) und von Freunden (10%). Werden diese als Quelle angegeben, wird sogar mehr Obst und Gemüse verzehrt – Mädchen ist es dabei etwas wichtiger, gesund zu essen. 15 Prozent der Kinder glauben aber, von der Werbung viel oder sogar sehr viel über Gesundheit zu lernen. Doch gerade, wenn diese als Informationsmittel genutzt wird, empfinden Kinder
häufiger ein geringeres körperliches Wohlbefinden – und es wird vermehrt Limonade getrunken.
Frühe Aufklärung ist wichtig und prägt. Die Elefanten-Kindergesundheitsstudie zeigt auch, wie wichtig frühe Aufklärung ist: „Selbst so junge Kinder haben ein überraschend großes Informationsbedürfnis in Sachen Ernährung. Deshalb ist es wichtig, ein einfaches Orientierungssystem wie die Lebensmittelampel zu schaffen“, berichtet Anja Beisenkamp, Leiterin des PROKIDS-Institutes für Sozial-forschung. „Seriöse Informationen und vor allem konkrete Erlebnisse – der leckere Cocktail auf dem Kindergeburtstag oder der kalorienarme Räuberspieß für hungrige Seebären – sind besonders in früher Kindheit wichtig, damit Kinder an gesunde Ernährung herangeführt werden – denn dann sind der Wissensdurst und die Entdeckungslust enorm“, sagt Friedhelm Güthoff (DSKB).













