openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Morbus Parkinson - Leben mit der "Schüttellähmung"

11.04.201216:24 UhrGesundheit & Medizin

(openPR) München, 11. April 2012 - Anlässlich des Geburtstages von Dr. James Parkinson (1755-1824) findet jedes Jahr am 11. April der Welt-Parkinson-Tag statt. Der englische Mediziner hatte 1817 erstmals die nach ihm benannte Krankheit der "Schüttellähmung" beschrieben. Claudia Galler, Gesundheitsredakteurin von Deutschlands größter Arztempfehlung jameda (http://www.jameda.de), informiert über Ursachen, Symptome und Behandlungsmöglichkeiten der Parkinson-Krankheit.



Schuld ist ein Mangel des Botenstoffs Dopamin
Morbus Parkinson ist eine langsam fortschreitende Erkrankung, bei der Nervenzellen im Areal der Substantia nigra ("Schwarze Substanz") im Gehirn absterben. Mit dem Untergang dieser Nervenzellen kommt es zu einem Mangel am Botenstoff Dopamin. Da dieser Botenstoff unter anderem Bewegungsabläufe im Gehirn steuert, verändern sich die motorischen Fähigkeiten der Erkrankten. Sie können sich nur noch eingeschränkt bewegen, haben Schwierigkeiten beim Gehen und leiden unter Gleichgewichtsstörungen. Körperteile zittern unkontrolliert, gleichzeitig sind die Muskeln steif und unbeweglich ("Schüttellähmung").

Morbus Parkinson ist vor allem eine Krankheit des fortschreitenden Alters
Etwa ein Prozent der über 60-Jährigen erkranken an der Parkinson-Krankheit, bei den über 80-Jährigen sind es ca. drei Prozent. Nur etwa 10 % der Erkrankten sind unter 40 Jahre alt. Die Ursache für den Untergang der Dopamin produzierenden Nervenzellen ist nicht bekannt, bisher ist die Erkrankung nicht heilbar. Dank einer modernen Therapie ist die Lebenserwartung der Betroffenen aber heute nicht mehr eingeschränkt.

Diagnose der Parkinson-Krankheit
Festgestellt wird die Krankheit anhand vorliegender Symptome wie Zittern, Bewegungsarmut, Muskelsteifigkeit und Schwierigkeiten beim Gehen. Auch individuelle Beschwerden, z. B. vermehrter Speichelfluss, niedriger Blutdruck oder depressive Verstimmungen fließen in die Diagnose mit ein. Um andere Erkrankungen auszuschließen, werden Verfahren angewandt, die betroffene Bereiche im Gehirn sichtbar machen, z. B. eine Computer- oder Kernspintomographie.

Anti-Parkinsonmittel gleichen die fehlende Wirkung des Dopamins aus
Der Wirkstoff L-Dopa wird im Gehirn zu Dopamin umgewandelt und ersetzt so direkt den fehlenden Botenstoff. Andere Arzneistoffe sorgen dafür, dass der verbleibende Rest an Dopamin langsamer abgebaut wird (MAO-B-Hemmer, COMT-Hemmer). Auch werden Medikamente eingesetzt, die die Wirkung des fehlenden Botenstoffs nachahmen (Dopaminagonisten) oder den natürlichen Gegenspieler des Dopamins, das Acetylcholin, hemmen (Anticholinergika). Oft werden Medikamente miteinander kombiniert, um die Dosis gering zu halten und Nebenwirkungen zu verhindern.

Ein "Hirnschrittmacher" reguliert Bewegungsabläufe
Bei schweren Bewegungsstörungen können Elektroden im Gehirn platziert werden, über die durch elektrische Ströme Bewegungsabläufe reguliert werden. Diese Methode des "Hirnschrittmachers" ist allerdings sehr aufwendig, so dass sie bisher erst wenigen Patienten zur Verfügung steht.

Durch Sport zu einem besseren Körpergefühl
Sport und Gymnastik können die Parkinson-Krankheit nicht aufhalten, tragen jedoch erheblich zur besseren Lebensqualität der Betroffenen bei. Steigern Patienten ihre Körperkraft, Ausdauer und Beweglichkeit durch sportliche Aktivitäten, können sie nicht nur Fehlhaltungen korrigieren, sondern auch Sicherheit für die Bewältigung des Alltags gewinnen.

Auch wenn Parkinson nicht heilbar ist, sollen Patienten mit Morbus Parkinson Rat bei einem Neurologen suchen. Gut bewertete Neurologen finden Sie zum Beispiel auf jameda: http://www.jameda.de/aerzte/neurologen-nervenaerzte/fachgebiet/.

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 623329
 163

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Morbus Parkinson - Leben mit der "Schüttellähmung"“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von jameda GmbH

Wasser - Lebenswichtig für den Körper
Wasser - Lebenswichtig für den Körper
München, 24. Juli 2013 - Der Körper besteht größtenteils aus Wasser, ohne Flüssigkeitsaufnahme verdurstet ein Mensch innerhalb weniger Tage. Wie der Wasserhaushalt des Körpers funktioniert und welche Aufgaben er erfüllt, erklärt Gesundheitsredakteurin Claudia Galler von jameda, Deutschlands größte Arztempfehlung (http://www.jameda.de). Der Wasserhaushalt reguliert die Aufnahme und Abgabe von Wasser Der Mensch besteht zum größten Teil aus Wasser. Bei Säuglingen beträgt der Wasseranteil 75 %, bei Männern sind es 60-65 %, bei Frauen 50-55 %. W…
Neu: Leitfaden zur Positionierung von Arztpraxen
Neu: Leitfaden zur Positionierung von Arztpraxen
Neuer Leitfaden zur Praxispositionierung gibt Hilfe, wie Ärzte mit einem differenzierenden Praxisprofil erfolgreich passende Patienten gewinnen. München, 18.07.2013 - Wie überzeugt man Patienten, sich für die eigene Arztpraxis zu entscheiden und nicht zum Kollegen um die Ecke zu gehen? Wie gewinnt man die Patienten, die auch tatsächlich zu Ausrichtung und Angebot einer Praxis passen? Wie sorgt man dafür, dass eine Praxis im Internet von den richtigen Patienten gefunden wird? Die Antwort: Mit einer guten Praxispositionierung. Im aktuellen "…

Das könnte Sie auch interessieren:

Bild: Jens Schwamborn: Mit Mini-Brains gegen ParkinsonBild: Jens Schwamborn: Mit Mini-Brains gegen Parkinson
Jens Schwamborn: Mit Mini-Brains gegen Parkinson
… des menschlichen Körpers auswirkt und die, Dopamin reproduzierenden, Nervenzellen im Mittelhirn langsam absterben lässt. Dadurch kommt es zu Symptomen wie Schüttellähmung und Bewegungsstörungen, steifen Muskeln, Muskelzittern und geistigen sowie psychischen Belastungsstörungen. Insgesamt betrifft Morbus Parkinson rund ein Prozent der Weltbevölkerung …
Bild: Studie vom Klinikzentrum Lindenallee: Krankheitshäufigkeit von Osteoporose bei Parkinson PatientenBild: Studie vom Klinikzentrum Lindenallee: Krankheitshäufigkeit von Osteoporose bei Parkinson Patienten
Studie vom Klinikzentrum Lindenallee: Krankheitshäufigkeit von Osteoporose bei Parkinson Patienten
… der Knochensubstanz. Dies führt zu einer stark erhöhten Wahrscheinlichkeit von Knochenbrüchen, selbst bei leichten Stürzen. Die Parkinson Krankheit (im Volksmund auch Schüttellähmung genannt) ist eine neurologische Krankheit. Sie bedingt ein schnelles Degenerieren der Nervenzellen, was zu häufigem, unkontrollierten Muskelzittern, bzw. Muskelverhärtung …
Bild: Jutta Schütz bei bücher.de: Parkinson besser verstehenBild: Jutta Schütz bei bücher.de: Parkinson besser verstehen
Jutta Schütz bei bücher.de: Parkinson besser verstehen
… Jahr kommen bis zu 20.000 Neuerkrankungen hinzu. Die eindeutigen Symptome treten erst relativ spät im Verlauf der Krankheit auf. Die Parkinson-Krankheit, die auch als Schüttellähmung bekannt ist, unterscheidet sich zwischen dem idiopathischen Parkinson Syndrom (IPS) und der am häufigsten auftretenden Ausprägung sowie dem familiären, dem sekundären und …
Bild: Die Schüttellähmung Parkinson ist mehr als nur eine einzige KrankheitBild: Die Schüttellähmung Parkinson ist mehr als nur eine einzige Krankheit
Die Schüttellähmung Parkinson ist mehr als nur eine einzige Krankheit
Die Parkinson-Krankheit, die auch als Schüttellähmung bekannt ist, unterscheidet sich zwischen dem idiopathischen Parkinson Syndrom (IPS) und der am häufigsten auftretenden Ausprägung sowie dem familiären, dem sekundären und dem atypischen Parkinson Syndrom. Wenn von Parkinson gesprochen wird, meint man damit in der Regel den Morbus Parkinson. Parkinson …
Welt-Parkinson-Tag 2009 - Leben mit Parkinson - Neue Perspektiven
Welt-Parkinson-Tag 2009 - Leben mit Parkinson - Neue Perspektiven
… Baden-Württemberg und der Parkinson-Klinik Wolfach zum 254. Geburtstag des englischen Arztes James Parkinson. Dieser beschrieb 1817 erstmals ausführlich die Symptome der sogenannten „Schüttellähmung“, die meist mit einem leichten Zittern der Hände begann und langfristig zu massiven Bewegungseinschränkungen führte. Ursache für die Beschwerden ist der schleichende …
Welt-Parkinson-Tag: Ergotherapie unterstützt Betroffene
Welt-Parkinson-Tag: Ergotherapie unterstützt Betroffene
„Welt-Parkinson-Tag“ am 11. April 2012 DEN ALLTAG MEISTERN – TROTZ PARKINSON Ergotherapeuten unterstützen Patienten mit Schüttellähmung auf ihrem Weg zu mehr Unabhängigkeit und Lebensqualität. Die Krankheit Parkinson verliert langsam ihren Makel. Dazu tragen auch prominente Betroffene bei, wie der Schauspieler Ottfried Fischer: Er bekannte sich zu seiner …
Bild: Buchtipp ParkinsonBild: Buchtipp Parkinson
Buchtipp Parkinson
… Jahr kommen bis zu 20.000 Neuerkrankungen hinzu. Die eindeutigen Symptome treten erst relativ spät im Verlauf der Krankheit auf. Die Parkinson-Krankheit, die auch als Schüttellähmung bekannt ist, unterscheidet sich zwischen dem idiopathischen Parkinson Syndrom (IPS) und der am häufigsten auftretenden Ausprägung sowie dem familiären, dem sekundären und …
Stiftung MyHandicap vernetzt Personen mit Parkinson
Stiftung MyHandicap vernetzt Personen mit Parkinson
… Parkinson Symptome sind Muskelsteifheit, Zittern und Bewegungsarmut. Gang- und Gleichgewichtsstörungen sind zusätzlich häufige Symptome. Wegen des Zitterns wird Parkinson auch als Schüttellähmung bezeichnet. Jedoch muss man wissen, dass einige Parkinson-Symptome auch bei anderen Erkrankungen auftreten. Also ist eine exakte Diagnose unbedingt notwendig. …
Bild: Diagnose Parkinson - Gemeinsame Initiative am 24. und 25.JuniBild: Diagnose Parkinson - Gemeinsame Initiative am 24. und 25.Juni
Diagnose Parkinson - Gemeinsame Initiative am 24. und 25.Juni
In Deutschland sind schätzungsweise bis zu 400.000 Menschen am Morbus Parkinson, auch Parkinson Krankheit oder Schüttellähmung genannt, erkrankt. Während bei den 45 jährigen nur 10 von 100.000 betroffen, liegt diese Quote bei den über 65-jährigen bereits bei 1.800. Sie zählt damit zu der 2. häufigsten neurodegenerativen Erkrankung im Alter nach der Alzheimer- …
Telefon-Hotline zur Parkinson-Krankheit am 9. April
Telefon-Hotline zur Parkinson-Krankheit am 9. April
… jährt sich der Welt-Parkinson-Tag. Er erinnert an den Geburtstag des britischen Arztes James Parkinson, der 1817 erstmals ausführlich die Symptome der sogenannten Schüttellähmung beschrieb. Aus diesem Anlass hat die Parkinson-Klinik Wolfach zusammen mit der Parkinson-Vereinigung Baden-Württemberg das Motto „Frühe Therapie lohnt sich“ ausgerufen, unter …
Sie lesen gerade: Morbus Parkinson - Leben mit der "Schüttellähmung"