(openPR) Der stellvertretende SPD-Landesvorsitzende besuchte das Technologiezentrum der Handwerkskammer
Die Bildungszentren des Handwerks spielen eine wichtige Rolle im dualen Ausbildungssystem. Um sich vor Ort davon zu überzeugen und den Dialog mit dem Handwerk zu vertiefen, traf sich der stellvertretende Vorsitzende der SPD Niedersachsen, Olaf Lies, mit Kammerpräsident Rolf Schneider und Kammerhauptgeschäftsführer Norbert Bünten zum Gespräch im Technologiezentrum der Handwerkskammer in Lüneburg. Im Mittelpunkt stand dabei das Thema Berufsausbildung, insbesondere die Fehlentwicklungen im Übergangssystem von der Schule zur beruflichen Erstausbildung.
„In der Vergangenheit haben viele Hauptschüler bei der Lehrstellensuche resigniert, weil sie davon ausgegangen sind, dass sie ohnehin keinen Ausbildungsplatz finden“, berichtete Lies. Berufsfachschulen wären daher als ergänzendes Angebot wichtig gewesen. Heute gebe es jedoch eine völlig veränderte Situation auf dem Ausbildungsmarkt, die Chancen für Jugendliche hätten sich deutlich verbessert. „Wir müssen daher das Übergangssystem grundlegend überdenken. Erforderlich ist eine engere Verzahnung der allgemeinbildenden Schulen, der Berufsschulen und des Handwerks“, so Lies. Es müsse mehr regional gedacht werden, die Experten vor Ort müssten stärker in die Entscheidungsprozesse eingebunden werden.
Kammerhauptgeschäftsführer Norbert Bünten bestätigte, dass es inzwischen ein reichlich bemessenes Angebot an Lehrstellen im Handwerk gebe. Es sei daher notwendig, die Schüler frühzeitig aktiv anzusprechen. „Die rechtzeitige Berufsorientierung an den Schulen ist dabei immens wichtig“, sagte er. Die Handwerkskammer gehe hier neue Wege, indem sie in Kooperation mit Schulen bereits Schülerinnen und Schülern der achten Klassen zweiwöchige Berufsorientierungsangebote in ihren Bildungszentren anbiete. Kammerpräsident Rolf Schneider wies außerdem daraufhin, wie wichtig Multiplikatoren bei der Berufswahl seien: „Wir müssen vor allem auch die Lehrer in den Schulen sowie die Eltern der Schüler erreichen. Unser Ziel ist es, den Jugendlichen, Eltern und Lehrern zu zeigen, wie innovativ das Handwerk ist und welche Karrierewege im Handwerk möglich sind.“ Dazu diene auch die Imagekampagne des deutschen Handwerks.











