(openPR) LEIPZIG. (Ceto) Nun liegen schon 21 Dollar Preisdifferenz zwischen den beiden Rohölsorten Brent aus der Nordsee und WTI aus den Vereinigten Staaten. Obwohl das amerikanische Leichtöl qualitativ hochwertig ist, ist es relativ betrachtet immer günstiger zu erstehen als das europäische Produkt. Die Notierungen für dafür liegen am Mittwochvormittag bei 103,50 Dollar pro Barrel, während ein Fass mit Nordseeöl nunmehr 124,70 Dollar kostet. Allgemein ist die Vergrößerung des Splits auf die Verfügbarkeit zurückzuführen – während WTI noch in größeren Mengen im texanischen Boden schlummert, sieht es unter dem Grund der Nordsee knapper aus. Hinzu kommt, dass die USA das ehrgeizige Ziel verfolgen, spätestens 2020 ohne Erdölimporte auskommen zu können. Insbesondere Ölsande und Bioöl sollen neu entdeckte Ölvorkommen ergänzen.
Kurzfristig sind die weicheren Notierungen für amerikanisches Öl vor allem durch zwei preishemmende Nachrichten begründet: Erneut verkünden die Daten des American Petroleum Institute einen Bestandsaufbau – WTI ist also nicht nur unter der Erde, sondern auch oberhalb reichlich vorhanden. Das drückt den Preis, ebenso wie Gewinnmitnahmen vor den heute erwarteten Zahlen des US-Energieministeriums. Daneben berichten die Analysten von Futures Services: „Die anziehende US-Währung begünstigte Gewinnmitnahmen bei den in Dollar gehandelten Rohstoffen, da sich diese für Investoren außerhalb der USA dadurch verteuern.“ Tatsächlich hat der Euro gegenüber dem Dollar innerhalb kurzer Zeit deutlich an Wert verloren: Gestern Nachmittag bewegte sich der Kurs noch bei 1,3350 Dollar pro Euro (einer Marke, um die er sich übrigens seit Beginn der vergangenen Woche recht stabil bewegte), nun ist er auf knapp unter 1,32 Dollar abgerutscht.
Weil im gleichen Zeitraum die Notierungen für Brent nur leicht nachgaben, wird dies am heutigen Tag eine Verteuerung des Heizölpreises nach sich ziehen, die aber geringer ausfallen sollte als am Vortag.
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