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Medien-Führungskräfte sitzen nach der Krise wieder fester im Sattel

30.03.201212:33 UhrMedien & Telekommunikation

(openPR) 3. SCHICKLER-Studie zur Fluktuation in deutschen Medienunternehmen/Job-Karussell dreht sich

Hamburg/München, 30. März 2012. Die Führungskräfte in deutschen Medienunternehmen sitzen nach den umfangreichen Reorganisationsmaßnahmen in der Krise wieder fester im Sattel. Das zeigt die dritte, aktualisierte Studie der SCHICKLER Personalberatung zur Fluktuation in der Branche seit 2009. Ein zentrales Ergebnis: Nach der Krise 2009 kam es im Vergleich zu weniger Positionswechseln, die Fluktuation sank über alle Mediengattungen um durchschnittlich 20%. „Das Job-Karussell bei den Medien-Führungskräften dreht sich zwar weniger turbulent als 2009, aber immer noch schneller als vor der Krise – nicht zuletzt bedingt durch anhaltenden Strukturwandel“, erläutert Markus Böhler, Geschäftsführer der Schickler Personalberatung in München



Der Vergleich von Mediengattungen, Hierarchieebenen und Aufgabenfeldern offenbart bemerkenswerte Unterschiede. Innerhalb der einzelnen Mediengattungen ist die Fluktuation seit 2009 am stärksten in den klassischen Medienbereichen gesunken, vor allem im Bereich Fernsehen (-42%). Es folgen Zeitschriften (-35%) und Zeitungen (-20%). „Große Restrukturierungen, die durch die Krise erzwungen wurden, sind bei vielen Unternehmen erst einmal abgeschlossen“, sagt Markus Böhler: „Es gibt zwar weiterhin die bekannten Wechsel aus Karriere- resp. Performancegründen, die altersbedingten Nachbesetzungen, und ähnliches, aber deutlich weniger erzwungene Neubesetzungen im Zuge von Umstrukturierungen. Und jetzt behalten die Unternehmen ihre verschlankten Strukturen nach der Krise tendenziell bei.“

Die Studie zeigt weiter, dass sich der strukturelle Wandel in der Branche fortsetzt. So ist im Online-Umfeld die Zahl der Beschäftigten, die ihre Stelle gewechselt haben, in den vergangenen zwei Jahren zwar weniger gesunken als im Schnitt (-11%). Bei den Online-Positionen schaffen die Unternehmen allerdings – anders als in allen anderen Bereichen – noch umfassend neue Stellen: 40% der Online-Wechsel entfallen auf neu geschaffene Positionen, der Durchschnitt aller Gattungen liegt bei 24%. Online ist auch der einzige Bereich, in dem mehr Positionen extern als intern besetzt werden; dies betrifft zwei von drei Wechseln.

Im Vergleich der Hierarchieebenen ist die Kontinuität vor allem bei Abteilungsleitern und Top-Managern gestiegen: Nach einem drastischen Anstieg der Stellenwechsel in der Krise gab es seit 2009 bei Vorständen und Geschäftsführern 24% weniger Fluktuation. Bei Abteilungsleitern, wie beispielsweise Ressort- und Verkaufsleitern, sind es sogar -44%. Traditionell hoch bleibt die Fluktuation bei den Bereichsleitern auf der 2. Ebene, zum Beispiel Chefredakteure und Anzeigenleiter. Auf diese Ebene entfallen rund die Hälfte aller Wechsel, und die Fluktuation ist um nur 10% zurückgegangen.

Bei den einzelnen Aufgabenfeldern zeigt sich der Rückgang der Fluktuation besonders in den marktnahen Bereichen. Hier ist die Fluktuation seit 2009 zwischen 29% (Redaktion/Programm) und 58% (Marketing/Werbung) gesunken. Andererseits war hier die Zahl der Stellenwechsel in der Krise besonders stark nach oben geschnellt. „Um den Rückgang bei Vertriebs- und Anzeigenerlösen zumindest teilweise abzufangen, wurden die Bereiche 2009 in vielen Medienhäusern reorganisiert und durch den Austausch der Führungskräfte neu aufgestellt. Seit 2010 profitieren die Verlage zunehmend nicht nur von der guten Konjunktur, sondern auch von den verschlankten, modernisierten Strukturen“, so Markus Böhler.

Die dritte Schickler Fluktuationsstudie analysiert die Neubesetzungen in der deutschen Medienlandschaft in der Erholungsphase nach dem Krisenjahr 2009. Grundlage der Erhebung sind Erkenntnisse aus der Beratungstätigkeit der Schickler Personalberatung sowie alle veröffentlichten Wechsel. Die aktuelle Studie berücksichtigt rund 2.500 Wechsel in den Mediengattungen Zeitungen, Zeitschriften, Fachpublikationen, TV, Radio und Online. Die Fluktuation in Zeitungs- und Zeitschriftenverlagen sowie in TV- und Radiosendern erhebt Schickler kontinuierlich seit fünf Jahren. Seit 2009 werden zudem Wechsel in den Gattungen Fachverlage und Online-Unternehmen ausgewertet. Die umfassende Datenbasis erlaubt es zum einen, langfristige Trends zu erkennen. Zum anderen gibt sie Hinweise darauf, wie sich bestimmte Ereignisse und Entwicklungen auf die Fluktuation in Medienunternehmen auswirken.

Die SCHICKLER Beratungsgruppe mit Sitz in Hamburg und München ist Branchen-Spezialist für Medien, Versicherungen und IT-Services. Die SCHICKLER Personalberatung besetzt anspruchsvolle Positionen von Groß- und mittelständischen Kunden. Die SCHICKLER Unternehmensberatung steht für Spitzenleistungen in der Organisation. Mit dem Anspruch eines Top-Management-Beraters unterstützt sie ihre Klienten bis in die Umsetzung. Zu ihren Klienten zählen mehr als 150 Verlage, Onlineunternehmen, Hörfunk- und Fernsehsender.

Mehr Informationen finden Sie unter www.schickler.de

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