(openPR) Zumeldung zur Presseinformation der Schluchseewerke AG
Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) erneuert Forderung nach fünfjährigem Moratorium für Pumpspeicherwerk Atdorf.
Stuttgart. Es gibt nicht nur wirtschaftliche Gründe, die für ein Innehalten und kritisches Hinterfragen des geplanten Pumpspeicherwerks Atdorf sprechen. „Der Eingriff in die Natur mit einem Landschaftsverbrauch von 120 Hektar ist so gravierend, dass die Notwendigkeit des Bauwerks, die Prüfung von Alternativen und die Einbindung in ein auf erneuerbaren Energien beruhendem Energiesystem eindeutig nachgewiesen sein muss“, erklärt Berthold Frieß, Landesgeschäftsführer des BUND Baden-Württemberg.
Im Rahmen des Runden Tisches zum Pumpspeicherwerk Atdorf hatte der BUND deshalb ein mindestens fünfjähriges Moratorium gefordert. „Dem scheinen die Schluchseewerke nun aus anderen Gründen nachzukommen“, so Frieß. Der BUND wirbt dafür, die Planungen auf Eis zu legen und die Pause zu nutzen, um das Planungsvorhaben auch mit anderen Planungen in der Region abzustimmen.
Völlig verkehrt wäre es aus Sicht des BUND, wenn der Einspeisevorrang für Solarstrom und anderen regenerativen Energien geändert würde. „Insbesondere durch das große Solarstromangebot in der Mittagsspitze sinken die Spitzenstrompreise deutlich. Zudem werden konventionelle Kraftwerkskapazitäten und auch Pumpspeichwerke dann weniger gebraucht. Pumpspeicherwerke sollen in erster Linie das Stromversorgungssystem stabilisieren und der Energiewende dienen. Dass sich Pumpspeicherwerke von Gelddruckmaschinen zu risikoreicheren Anlagen wandeln ist eine logische Konsequenz daraus“, analysiert Frieß.
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