„Grenzgänge“ – Ein Musikalischer Jugendaustausch
(openPR) Am 7. Mai 2012 um 20 Uhr führt das Junge Orchester Hamburg mit dem polnischen Jugendchor Resonans con tutti“ Carl Orffs Carmina Burana und Anton Bruckners Te Deum in der Hamburger Laeiszhalle auf. Das Konzert ist Höhepunkt eines Musikalischen Jugendaustausches zwischen beiden Ensembles, deren Zusammenarbeit 2008 mit der Aufführung von Johannes Brahms‘ Deutschem Requiem begann. Damit begrüßt das Junge Orchester Hamburg mit dem Träger zahlreicher nationaler und internationaler Preise zum zweiten Mal einen der erfolgreichsten Jugendchöre Europas. Das Projekt steht unter der Schirmherrschaft des Ersten Bürgermeisters Olaf Scholz.
Innerhalb der Projektwoche soll neben der notwenigen intensiven Probenzeit ein kulturell geprägtes und politisch aufklärendes Freizeitprogramm beide Austauschpartner im Zeichen der Völkerverständigung zueinanderführen.
Mit den beiden einstudierten Werken sind eine weltliche und eine geistliche Anrufung zu einem Programm zusammengefügt, die trotz der zeitlichen Differenz eine ähnliche monumentale Musiksprache sprechen. Beide Komponisten sind auf ihre Art und Weise Grenzgänger, die die Konventionen der ihnen bekannten musikalischen Tradition zu erweitern versuchten und damit auf unterschiedliche Widerstände gestoßen sind.
Als Orff erstmals die Texte der Carmina Burana in Händen hielt, sah er sofort die verbindende Kraft des mittelalterlichen Lateins, der damaligen europäischen Kultursprache. In kaum einem anderen musikalischen Werk ist der Europäische Gedanke daher so präsent wie hier. Dementsprechend wurden die Carmina Burana nach der Uraufführung 1937 als „unerwünscht“ abgelehnt. 75 Jahre später gehören Sie zu den weltweit am meisten aufgeführten Werken überhaupt.
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Über das Unternehmen
Das Junge Orchester Hamburg (JOH), früher Jugendorchester Oldenfelde Hamburg, wurde in den 1970er Jahren als Schulorchester von Ulf Piwitt gegründet, der das Orchester selber fast 20 Jahre lang leitete. 1988 machte sich das JOH als eingetragener Verein selbständig. Die Mitglieder kommen aus dem gesamten Stadtgebiet Hamburgs inklusive der Randgebiete und sind vor allem Schüler, Auszubildende und Studenten. Ein siebenköpfiger Orchestervorstand, der sich ausschließlich aus aktiven Mitgliedern zusammensetzt, führt die Beschlüsse der Mitgliederversammlungen aus und organisiert die Rahmenbedingungen.
Alle Projekte des Orchesters sind einzig vom großen Engagement der Orchestermitglieder getragen - von der Auswahl des Programms über die wöchentlichen Proben und die Probenwochenenden im Umkreis von Hamburg bis zu den Konzerten in Hamburg und der Konzertreise, die das Orchester einmal im Jahr ins europäische Ausland führt. Reiseziele der vergangenen Jahre waren Frankreich, Österreich, Prag, Dänemark, Schweden, Norwegen, Finnland, die Schweiz, die Niederlande, Mecklenburg-Vorpommern, Ungarn, Polen und Schottland.
Ein Höhepunkt der internationalen Aktivitäten war der Austausch mit dem polnischen Jugendchor „Resonans con tutti“ aus Zabrze/Kattowitz im Jahr 2008. In zwei gemeinsamen Konzerten wurde mit der Aufführung des Deutschen Requiems von J. Brahms der Opfer des Zweiten Weltkriegs gedacht.
Jedes Jahr werden in der Regel zwei verschiedene Programme erarbeitet, die von den Orchestermitgliedern ausgewählt werden. Neben der Aufführung klassischer, romantischer und zeitgenössischer Sinfonien und Orchesterwerke werden regelmäßig Solokonzerte mit professionellen Musikern oder jungen Nachwuchskünstlern erarbeitet.
Seit Anfang des Jahres 1995 wurde das JOH von dem Komponisten Thilo Jaques dirigiert. Unter seiner Leitung nahm das Orchester erstmals an Rundfunksendungen des NDR teil. 1999 führte das Orchester die „Amish Symphony“ von Thilo Jaques auf, die er eigens für das Orchester geschrieben hat.
Beim Winterkonzert 2003 gab Thilo Jaques den Dirigierstab an Sebastian Kennerknecht ab, der uns bis zum Sommer 2004 geleitet hat. Zu seinem Nachfolger als musikalischen Leiter wählten wir Dave Claessen, hauptberuflich Hornist beim NDR-Sinfonieorchester. Durch ihn konnten wir mehrfach hervorragende Solisten aus den NDR-Ensembles gewinnen: Mit Jens Plücker, dem Solohornisten des Sinfonieorchesters, führten wir Mozarts Hornkonzert Nr. 3 auf. Betty Klein, Mitglied des NDR Chores, durften wir mit Elgars „Sea Pictures“ begleiten. Zuletzt waren Peter Dreßel und Joachim Preu Solisten in Rimsky-Korsakows Posaunenkonzert. Im Sommer 2010 übernahm Simon Kannenberg die musikalische Leitung des Orchesters.
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