(openPR) „Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist." Unter diesem Titel laden der PARITÄTISCHE Wohlfahrtsverband Hamburg und über 30 Migrantenorganisationen gemeinsam zu einer Gedenkveranstaltung für die Opfer rechter Gewalt in die Friedenskirche Altona (Otzenstraße 19). Beginn der Veranstaltung am 23. März ist um 18 Uhr. Neben der Witwe des 1985 in Hamburg ermordeten Ramazan Avci kommen auch Migrantenorganisationen wie die Türkische Gemeinde und der Afrikabund zu Wort. Die Gedenkveranstaltung findet im Rahmen der Aktionswoche „Hamburg steht auf“ gegen Rassismus statt.
„Wir wollen der Opfer wie Ramazan Avci, Mehmet Kaymakci und Süleyman Tasköprü gedenken und die Erinnerung an sie wach halten“, sagt Joachim Speicher, Geschäftsführer des PARITÄTISCHEN Hamburg. Die rechtsextremen Strukturen in Deutschland beobachte der Verband mit großer Sorge. „Wir stehen hier vor einer großen gesellschaftlichen und politischen Herausforderung, der wir uns gemeinsam stellen müssen", so Speicher. Der PARITÄTISCHE setzt sich für eine vielfältige, offene und tolerante Gesellschaft ein und ruft alle Bürger auf, sich deutlich gegen Rassismus und Rechtsextremismus auszusprechen.
Nach Recherchen von Tagesspiegel und Zeit sind seit der Wiedervereinigung bundesweit mindestens 148 Menschen durch rechte Gewalttäter ermordet worden. Der Opferperspektive e.V., der in einer Wanderausstellung an die Opfer rechter Gewalt erinnert, geht von 169 Morden aus, die Amadeu-Antonio-Stiftung dokumentiert sogar 182 Morde.













