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Gegen den Ausstieg aus der Energiewende

07.03.201217:03 UhrEnergie & Umwelt
Bild: Gegen den Ausstieg aus der Energiewende
Vertreter der Solar-Unternehmen Bauer und GEDEA-Ingelheim bei der Protestkundgebung in Berlin
Vertreter der Solar-Unternehmen Bauer und GEDEA-Ingelheim bei der Protestkundgebung in Berlin

(openPR) Mitarbeiter rheinhessischer Solarbetriebe demonstrieren in Berlin gegen zusätzliche Kürzungen bei Sonnenstrom

Ingelheim, 7. März 2012 – Als am Montag in Berlin weit mehr als zehntausend Menschen gegen die Einschnitte bei der Solarförderung protestiert haben, war auch ein voller Reisebus mit rund 50 Mitarbeitern, Gesellschaftern und Kunden der Firmen Bauer Solartechnik aus Selzen und der GEDEA-Ingelheim nach Berlin gefahren. Sie haben gegen die sehr kurzfristig geplanten Kürzungen bei der Vergütung von Strom aus Photovoltaikanlagen protestiert.



“Wir sind die Energiewende”, “Keine Solarjobs vernichten” oder “Kein Ausstieg aus der Energiewende” – so hatten die rheinhessischen Protestteilnehmer auf Spruchbänder geschrieben. Zu der Großkundgebung am Brandenburger Tor hatte der Bundesverband Solarwirtschaft e. V. zusammen mit Gewerkschaften und der Deutschen Umwelt-Hilfe geladen. Wilfried Haas, Geschäftsführer der GEDEA-Ingelheim, lobte die “guten Ansprachen von Politikern und Gewerkschaftern, die einhellig bemängelt haben, dass die Regierungspläne kopflos sind und die gesamte Solarbranche mit mehr als 130.000 Arbeitsplätzen gefährden.” Auslöser für die Proteste war eine Ankündigung der Bundesregierung Ende Februar, bereits ab 9. März die Vergütungen für Strom aus neuen PV-Anlagen außerplanmäßig und massiv abzusenken. Damit wären viele bereits geplante und im Bau befindliche Anlagen nicht mehr wirtschaftlich zu realisieren gewesen. „Eine solch kurzfristige und massive Vergütungsabsenkung bewirkt den Zusammenbruch des gesamten PV-Marktes in Deutschland“, prognostiziert Haas.

Proteste gegen Hauruck-Aktion
“Die extrem kurzfristige Absenkung wird von uns und vielen Mitstreitern für die Energiewende als so gravierend empfunden, dass sich innerhalb von nur wenigen Tagen eine so große Menschenmenge aktivieren lie?, schildert der Ingenieur die Stimmung in der Branche. “Das ist eine Hauruck-Aktion, die durch nichts zu begründen ist”. Die angesichts der Proteste von der Bundesregierung nun angekündigte Verschiebung des Änderungstermins vom 9. März auf 1. April ist laut Haas aber nicht die Lösung: „Die Vernichtung der Solarbranche wird damit nicht verhindert, sondern lediglich um drei Wochen verschoben“. Notwendig sei die komplette Rücknahme der zusätzlichen Absenkungen. Denn nur dann könne der Ausbau der Energiewende weiter gehen. Die Unternehmen der Solarbranche benötigten, wie auch alle andere Unternehmen klare und verlässliche Grundlagen. Der Vorschlag von Haas, der seit über 25 Jahren in der Branche tätig ist: „Die derzeit einzig akzeptable Lösung, die den Solarunternehmen ein Überleben ermöglicht und zugleich die Energiewende weiter voran bringt, ist eine Umstellung auf kontinuierliche, z. B. monatliche Absenkungen der Vergütungssätze.“ Damit würden auch die immer wieder von allen Betroffenen bemängelten „Ausverkaufssituationen“ kurz vor Inkrafttreten einer Kürzung wirkungsvoll vermieden. Um das von der Regierung selbst gesetzte Ziel, bis 2020 mindestens 52 Gigawatt Leistung aus Solarstromanlagen in der Bundesrepublik zu erreichen, müsse der Ausbau jetzt kontinuierlich voran getrieben werden, so Haas.

„Energiewende muss weiter Fahrt aufnehmen“
Zu den Folgen der außerplanmäßigen Absenkung ist der GEDEA-Geschäftsführer im Kontakt mit rheinhessischen Bundestagsabgeordneten: Die stünden keineswegs alle hinter den Regierungsplänen, da einigen sehr wohl bewusst sei, dass auch eine Menge Arbeitsplätze in der Region an dieser Entscheidung hängen. Laut einer Emnid-Umfrage halten auch knapp zwei Drittel der Bundesbürger die Kürzungen für falsch.

Dagegen bleibt bei Haas der Verdacht, dass seitens der Regierung die Energiewende nicht gewollt sei. Wie Franz Alt als Moderator der Kundgebung dargestellt habe, sei Solarenergie eine demokratische Energie, die jedem und überall zur Verfügung steht. „Das passt den großen Energiekonzernen nicht“, meint Haas. „Und jetzt soll die Markführerschaft der deutschen Solarbranche, zusammen mit den in den letzten Jahren entstandenen zukunftsorientierten Arbeitsplätzen, den Interessen der vier großen deutschen Energieversorger geopfert werden.“ Daher werden Haas und seine Kollegen aus der rheinhessischen Solarbranche sich auch weiterhin dafür engagieren, „dass die Branche nicht demontiert wird, dass die vielen kleinen und großen Investoren in der Region wieder wissen, woran sie sind und dass so die Energiewende weiter Fahrt aufnimmt.“

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