(openPR) Bio-Bäckereinen dominierten die Bäcker Freisprechung 2005 +++ Franziska Haninger, Märkisches Landbrot, ist beste Jungbäckerin 2005 +++ Berliner Bäckerinnung: „Die traditionelle Backweise der Bio-Bäckereien bereitet am besten auf die Prüfungen vor.“
Berlin, 19. September 2005 – Qualität wird zum Trend – Vier der insgesamt fünf ausgezeichneten Jungbäcker der Bäcker-Innung Berlin kommen aus Bio-Bäckereien. Franziska Haninger (28) von der Demeter-Brotbäckerei Märkisches Landbrot wurde am 17. September 2005 im Hotel Estrel als Jahrgangsbeste von insgesamt 105 Absolventen gekürt. „So ein gutes Ergebnis ist selten und gab es zuletzt vor zwei Jahren,“ lobt Nikolaus Junker, Geschäftsführer der Bäcker-Innung Berlin. Die Dominanz der Bio-Bäckereien erklärt Obermeister Bäcker Hans-Joachim Blauert durch das Engagement der Chefs: „Ein Bäckermeister, der bei der Qualität seines Brotes höchste Maßstäbe setzt, bietet seinen Lehrlingen eine umfassende und qualitativ hochwertige Ausbildung.“
Für die Bäcker-Innung Berlin ist es keine Überraschung mehr, dass die besten Bäckerlehrlinge auch aus den Reihen der Berliner Bio-Bäckereien gestellt werden. „Jedes Jahr haben einige der Besten ihre Lehre in einer Vollkornbäckerei absolviert,“ sagt Nikolaus Junker. Doch am letzten Sonnabend waren es gleich vier Bio-Jungbäckerinnen von insgesamt fünf Preisträgern, die für ihr hervorragendes Abschlussergebnis ausgezeichnet wurden.
Unter ihnen die Jahrgangsbeste Franziska Haninger vom Märkisches Landbrot. Die 28jährige Wahlberlinerin schloss ihre Bäckerlehre mit der Note „gut“ im praktischen und „sehr gut“ im theoretischen Prüfungsteil ab. „Ein Ergebnis, das zuletzt 2003 erreicht wurde,“ sagt Nikolaus Junker. Ihre Wahl für Berlins größte Biobäckerei erklärt Franziska Haninger: „Zuerst habe ich in einer konventionellen Bäckerei begonnen. Ich wollte aber mehr vom Bäckerhandwerk wissen, als ich dort lernen konnte. So wechselte ich zu Märkisches Landbrot.“ Für Franziska Haningers Backstubenleiter und Bäckermeister Peter Steinhoff war die studierte Ethnologin zuerst eine kleine Herausforderung: „Hin und wieder wusste ich nicht, wie ich Franziskas Wissensdurst stillen kann.“ Denn die Arbeit mit ökologischen Lebensmitteln hat bei Franziska Haninger die Leidenschaft für das Bäckerhandwerk entfacht. „Zum Glück haben bei Märkisches Landbrot einige der Bäckergesellen und Bäckermeister in der ehemaligen DDR gelernt. Von ihrer Erfahrung und Wissen über die traditionellen Backverfahren habe ich viel lernen können,“ sagt Franziska Haninger.
Ein Vorteil den Obermeister Bäcker Hans-Joachim Blauert von der Bäcker-Innung Berlin zu schätzen weiß. Sein persönliche Anliegen ist es, die traditionellen Backverfahren wieder stärker in der Ausbildung zu verankern: „Ein Lehrling der täglich mit ökologischen Rohstoffen arbeitet, muss sich auf diese Materialien einstellen. Also so manchen, fast vergessenen, Trick lernen und kann dann in der Prüfung und im Beruf besser und flexibler reagieren.“














