(openPR) Deutscher Bundesverband für Burnout-Prophylaxe
und Prävention e.V. begrüßt Initiative der Bundesarbeitsministerin
Unternehmen berücksichtigen Burnout-Prävention zu wenig
Der Deutsche Bundesverband für Burnout-Prophylaxe und Prävention e.V. (DBVB) begrüßt die jüngste Initiative der Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen im Kampf gegen Burnout. „Es ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung“, erklärt der Vorstandsvorsitzende des DBVB Norbert Hüge. „Ich finde es sinnvoll, dass sich die angekündigte Kampagne des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales vor allem an kleine und mittelständische Unternehmen richtet. Dort sei der Nachholbedarf noch am größten.
Über diese Kampagne hinaus fordert der DBVB von den Krankenkassen, Burnout als Krankheit anzuerkennen. Auch die Prävention werde laut Hüge von Unternehmensseite noch viel zu wenig beachtet. „Eine sinnvolle und geeignete Prävention hat natürlich für potenziell Betroffene den Vorteil, dass sie die ausgeprägten Burnout-Symptome nicht erleiden, aber auch die Unternehmen profitieren von präventiven Maßnahmen.“ Denn der Schaden für Unternehmen und die Gesellschaft ist allein nur finanziell betrachtet erheblich: Rund 6,3 Mrd Euro jährliche volkswirtschaftliche Kosten entstehen in Deutschland laut einer Studie der BKK und der Bertelsmann-Stiftung. Auf rund 30.000 EUR pro Jahr wird der Schaden durch die reduzierte Leistungsfähigkeit der Burnout-Erkrankten geschätzt. Die jährlichen Kosten für ein Unternehmen mit 1000 Mitarbeitern könnten nach Schätzungen des „Centrums für Disease Management“ bei 2,25 bis 8,25 Mio. Euro liegen.
Durch Prävention Fehlzeiten um bis zu 36 Prozent reduzieren
Zahlen die alarmieren aber auch verhindert werden können durch Präventionsmaßnahmen in den Unternehmen. „Der von Unternehmensseite viel gehörte Satz „unsere Mitarbeiter sind unser wertvollstes Gut“ sollte auch wirklich mit Leben gefüllt werden“, meint Hüge. Etwa durch geeignete Überstundenregelungen oder Einstellung von zusätzlichen Personal bei hohem Arbeitsaufkommen und Präventionsmaßnahmen wie Ansprechpartner für Burnout in Unternehmen, Führungskräfte-schulungen zu "Gesundem Führen" und Aufklärung über Burnout und Stress. Studien aus den USA und der Schweiz (u.a. Aldana 2001, Chapman 2003 u. 2005) belegen, dass durch Prävention Fehlzeiten von bis zu 36 Prozent verringert werden können. Der Return on Investment liegt bei bis zu 10 Euro je investiertem Euro.
Auch mit dem vielverbreiteten Irrglauben, nur Workaholics können von Burnout betroffen sein, möchte Hüge aufräumen. „Auch der Sachbearbeiter mit geregelten Arbeitszeiten kann Burnout erleiden, wenn bestimmte Faktoren zusammen kommen.“
Der DBVB setzt sich auch dafür ein, für Unternehmen eine Zertifizierung für Burnout-Prophylaxe und Prävention zu entwickeln. Auch für Burnout-Coaches, Therapeuten und Heilpraktiker wird der DBVB eine Zertifizierung für Burnout-Prävention und Prophylaxe entwickeln. „Dies gibt allen Beteiligten eine Orientierung rund um das Thema Burnout“, erklärt Hüge.
Mit dem DBVB gibt es erstmals eine zentrale Experteninstanz, die sich für einheitliche Qualitätsstandards für Burnout-Prophylaxe und Prävention einsetzt.
Unter www.bundesverband-burnout.org werden den Burnout-Betroffenen aber auch Ärzten, Therapeuten und Unternehmen zahlreiche Tipps und Informationen rundum Burnout zur Verfügung stehen.









