(openPR) Am 01. und 02. März findet in der URANIA Berlin der 6. Nachsorgekongress der Arbeitsgemeinschaft Teilhabe, Rehabilitation, Nachsorge und Integration nach Schädelhirnverletzung statt. Das Motto des diesjährigen Kongresses lautet "Hirnverletzung – die stille Epidemie! Wie kann Inklusion gelingen?".
Die Veranstaltung steht unter der Schirmherrschaft von Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr. In seinem Grußwort weist Minister Bahr auf die Situation der Betroffenen hin: "In Deutschland ereignen sich jährlich unfallbedingt circa 270.000 mittelschwere und schwere Schädel-Hirn-Verletzungen. Besonders häufig sind junge Menschen von diesen schweren Verletzungen betroffen, die in den meisten Fällen eine lebenslange Behinderung nach sich ziehen. So unterschiedlich die Auswirkungen einer Schädel-Hirn-Verletzung für die Patienten sein können, ein Schicksal teilen sie alle: Gemeinsam mit ihren Familien müssen die Betroffenen lernen, sich in ihrem Alltag neu zurecht zu finden. Sie müssen ihr Leben neu definieren, mit dem Ziel, es einmal möglichst selbständig zu bewältigen. Das klingt gut. Wir alle wissen aber, dass es eine enorme Herausforderung für alle Beteiligten darstellt. In dieser schwierigen Lebenssituation brauchen Menschen mit Schädel-Hirn-Verletzungen und ihre Angehörigen Unterstützung."
In Diskussionen und Vorträgen können sich die Kongressteilnehmer an zwei Veranstaltungstagen mit verschiedenen Dimensionen des Themas Hirnverletzung auseinandersetzen. Am 01. März wird es beispielsweise um die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention sowie um das Thema soziale Teilhabe gehen. In einer Podiumsdiskussion wird über „SHV – die Stille Epidemie auch in Deutschland“ debattiert. Am 02. März ist eine Plenumsveranstaltung zur Verabschiedung einer gemeinsamen Resolution geplant. Das vollständige Programm sowie eine Zusammenstellung der Referenten finden Interessierte unter: http://www.nachsorgekongress.de/nachsorgekongress_2012/programm_2012_1/
Der Nachsorgekongress richtet sich an Betroffene und ihre Angehörigen sowie Praktiker der ambulanten und stationären Nachsorge. Darüber hinaus sollen Neurowissenschaftler, Vertreter von Institutionen, Einrichtungen, Verbänden, Kostenträgern sowie aus der Gesundheitspolitik angesprochen werden.
Veranstalter des Kongresses ist die Arbeitsgemeinschaft Teilhabe, Rehabilitation, Nachsorge und Integration nach Schädelhirnverletzung. Veranstaltungsort ist der URANIA BERLIN e. V., An der Urania 17 in 10787 Berlin. Die GIP ist auf dem 6. Nachsorgekongress vor Ort. Interessierte finden den Intensivpflegedienst am Stand Nr. 10.













