(openPR) 2,9 / 2,3 / 1,2 und 0,9
Was bedeuteten diese Zahlen, werden Sie fragen? Das sind die Angaben in Prozent, die den Unterrichtsausfall an bayerischen Gymnasien / Beruflichen Oberschulen/Realschulen und Grund- und Mittelschulen in den letzten 3 Januarwochen darstellen. Diese Zahlen hat das Bayr.Kultusministerium in dieser Woche veröffentlicht. Der Unterrichtsausfall sei im Vergleich zum letzten Jahr um ein Drittel zurückgegangen. Der Vergleich hinkt doch etwas, da die Vergleichszahlen aus 2011 die Basis aus dem ganzen letzen Jahr fanden.
Um nun diesen Ausfall der Stunden weiter zu reduzieren, möchte der bayerische Kultusminister Spaenle zwei Maßnahmen ergreifen: Zum einen sollen 500 weitere Lehrerstellen zur Unterstützung respektive zur „ Bekämpfung des Unterrichtsausfalles“eingeplant werden. Sie sollen dazu die mobile Reserve an den Gymnasien, Realschulen und an der BOS/FOS erweitern. Zum anderen plant der Minister eine unter Lehrern sehr umstrittene Aktion: die bestehenden Lehrer/Lehrerinnen sollen einfach mehr arbeiten!! Wie möchte er den zusätzlichen Arbeitsraum schaffen? Klassenfahrten sollen auf das Wochenende verlegt werden. Ferner sollen die Lehrkräfte einer Präsenzpflicht unterworfen werden. Das bedeutet, dass sie vormittags immer an der Schule anwesend sein müssen, auch wenn das der persönliche Stundenplan nicht erfordert. Herr Spaenle möchte damit erreichen, dass die Lehrer dann leichter für Kollegen einspringen können, die z.B. krankheitsbedingt an einem Tag keinen Unterricht abhalten können. Dieser Vorschlag stößt bei den Lehrern und den Verbänden auf nachhaltige Kritik. Sie sollen Mehrarbeit leisten, obwohl es viele talentierte Junglehrer gibt, die trotz bester Qualifikation nicht eingestellt werden. Der Vorsitzende des BLLV brachte in der SZ vom 10.02.12 den Vergleich einer „ ausgequetschten Zitrone“.












