(openPR) Heidelberg, 03.02.2012. "Wo immer Menschen sich begegnen, bilden sie Systeme, werden sie Teil von Systemen oder arbeiten mit/in Systemen.“ Für Menschen, die sich für solcherlei Systemzusammenhänge interessieren und die diese für sich und Klienten/Kunden usw. nutzbar machen möchten, bietet die Heidelberger Akademie für Gesundheitsbildung (HAG) ab April 2012 mittlerweile bereits zum sechsten Mal in Folge eine Fortbildung mit zum Thema Systemische Beratung und System-Aufstellungen an.
Ziele der Fortbildung sind unter anderen:
- Eine verbesserte Wahrnehmung und Verständnis von Systemen was auch eine Erweiterung der Zugangsmöglichkeiten in der Arbeit mit Systemen (Partnerschaft, Familie, Arbeit, Organisation) bedeutet.
- Ein erweitertes Verständnis des eigenen Herkunfts- und Gegenwartssystems entsteht durch Selbsterfahrung und Selbstreflexion. Das Bewusstsein über den eigenen Platz im System ist eine wichtige Grundlage um Menschen in ihren systemischen Zusammenhängen kompetent zu beraten und zu begleiten.
- Integration der systemischen Haltung und systemischer Methoden in das jeweilige Arbeitsumfeld / in den jeweiligen Kontext
- Integration verschiedener Formen von Systemaufstellungen, die auch in die systemische Beratung einbezogen werden können, in das jeweilige Arbeitsumfeld / in den jeweiligen Kontext
Die Teilnehmenden lernen, ihre Arbeit aus systemischer Sicht zu betrachten, spielerischer mit Konflikten (z. B. im System Schule, Klinik, Beratungsstelle...) umzugehen, Beratungskontexte neu zu gestalten und sich in ihrer Rolle neu zu erfahren und zu definieren. Teilnehmende mit einer psychotherapeutischen Zusatzausbildung sollen befähigt werden, geeignete Methoden systemischer Beratung und die Arbeit mit Systemaufstellungen in ihre therapeutische Tätigkeit und Praxis mit einzubeziehen.
Folgende Themen werden behandelt:
- Systemtheorie, Konstruktivismus
- Kommunikationstheorie, Grundformen gelingender Kommunikation
- Systemische Haltung, Systemisches Denken und Handeln
- Defizitorientierung versus Ressourcenorientierung
- Erstgespräch, Auftragsklärung, Auftragskarussell
- Methoden und Techniken systemischer Beratung
- Familienstammbaumarbeit (Selbstreflexion und im Kontext systemischer Beratung)
- Verschiedene Formen und Anwendungsmöglichkeiten von Skulpturarbeit)
- Unterschiedliche Formen von Systemaufstellungen und ihre Anwendungsmöglichkeiten
- Hypnosystemische Elemente, Tranceinduktionen, Metaphern, Geschichten
- Konflikte und Konfliktbegleitung, Trauma und Dissoziation
- Aspekte systemischer Körperarbeit
- Rituale
Zielgruppe der Fortbildung sind alle, die mit Menschen arbeiten und zusammenarbeiten (ErzieherInnen, SozialarbeiterInnen, Heil- und SozialpädagogInnen, HeilpraktikerInnen, LehrerInnen, Menschen in Pflegeberufen, TheologInnen, Therapeutinnen, BeraterInnen).
Die Teilnehmenden erhalten nach Abschluss der Fortbildung ein Zertifikat „Systemische Beratung“ (HAG). Die Fortbildung ist von der Deutschen Gesellschaft für Systemaufstellungen (DGfS) und der Gesellschaft für Systemische Beratung (GSB) Karlsruhe anerkannt. Bei Erfüllung aller Bedingungen dürfen die Teilnehmenden sich entsprechend „Systemischer Berater/in“ nennen. Das Abschlusszertifikat der HAG ist unter anderen Zugangsvoraussetzung um die Zertifizierung durch die DGfS und die GSB nach deren Richtlinien zu beantragen, so dass dann die berufliche Zusatzbezeichnung „Systemaufsteller/in“ (DGfS) und „Systemischer Berater/in“ (GSB) geführt werden kann.
Wer einen näheren Eindruck über die Inhalte und Dozenten der Fortbildung gewinnen möchte, hat dazu Gelegenheit beim kostenlosen Informationsabend am Freitag, 17.02.2012 um 19:00 Uhr in der vhs Heidelberg. Eine telefonische Vorab-Beratung durch ein Mitglied des Lehrteams ist ebenfalls möglich.







