(openPR) Gotteslob lautet das Motto des Ökumenischen Bibelsonntags 2012 am 29. Januar. Der vorgeschlagene Text aus dem Buch Jesus Sirach, Kapitel 43, steht am Schluss eines Hymnus auf die Schöpfungswerke.
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Der Bibelsonntag wird jährlich mit Gottesdiensten in evangelischen, katholischen und orthodoxen Kirchengemeinden gefeiert. An der Vorbereitung sind die Deutsche Bibelgesellschaft (DBG), das Katholische Bibelwerk (KBW) und die Ökumenische Centrale der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) beteiligt.
„Die biblischen Psalmen sind eine reiche Inspirationsquelle für die Gebetstradition im Judentum und Christentum. Das zeigt in besonderer Weise der für den Bibelsonntag 2012 vorgeschlagene Text“, heißt es bei der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in Deutschland. Der Schluss des Lobgesangs preise in der poetischen Sprache der Psalmen die Schöpfermacht Gottes.
In den orthodoxen Kirchen und der römisch-katholischen Kirche gehört das Buch Jesus Sirach zum Kanon der Heiligen Schrift. Die katholische Kirche spricht von einer deuterokanonischen Schrift. Das Buch ist in der antiken griechischen Fassung des Alten Testaments zu finden, nicht aber im hebräischen Kanon. Inzwischen ist aber auch die hebräische Textgrundlage belegt. Martin Luther stellte die Spätschriften in seiner Bibelübersetzung zwischen das Alte und Neue Testament. Er nannte sie nicht der Heiligen Schrift gleich, aber „nützlich und gut zu lesen“.
Seit 1965 werden in evangelischen Kirchengemeinden Kollekten für die weltweite Bibelverbreitung gesammelt. 1975 empfahlen das Evangelische und das Katholische Bibelwerk sowie die ACK in Baden-Württemberg einheitlich den letzten Sonntag im Januar als Bibelsonntag zu feiern. Der 31. Januar 1982 war dann der erste bundesweit ökumenisch begangene Bibelsonntag. In den Kirchengemeinden werden Bibelsonntag und Bibelwoche oft miteinander verbunden. Im Mittelpunkt der Ökumenischen Bibelwoche 2011/2012 stehen die Psalmen 13, 27, 42, 71, 118, 127, 145.
Der Text des Bibelsonntags findet sich in der Einheitsübersetzung und der Gute Nachricht Bibel bei Jesus Sirach 40,27-33, in der Lutherbibel unter 40,29-37. Die Unterschiede in der Verszählung ergeben sich durch jeweils andere Grundtexte.











